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Sigmund Freud durch Lehrmans Linse
Verfasserangabe: Lynne Lehrman Weiner (Hg.). Aus dem Amerikan. von Theo Kierdorf und Hildegard Höhr
Jahr: 2005
Verlag: Gießen, Psychosozial-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Den Ausgangspunkt dieses Buches bilden 16-Millimeter-Amateurfilme, die der Psychoanalytiker Philip Lehrman in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts während seiner Analyse bei Freud drehte und aus denen ein von ihm kommentierter Dokumentarfilm entstand. Fast 50 Jahre nach Lehrmans Tod veröffentlicht seine Tochter Lynne Lehrman Weiner die Transkription des Filmes sowie eine Auswahl zentraler Standfotos in Form eines Text- und Bildbandes. So entsteht ein sehr persönlicher Einblick in Persönlichkeiten der klassischen Psychoanalyse und »ihr« Europa der 20er Jahre. Ergänzend geben Kurzbiografien sowie Essays internationaler Psychoanalytiker einen Überblick über die Geschichte der Psychoanalyse in Berlin, Wien, Frankreich, London, Budapest sowie New York. Vorführungen und Ausstellungen zu diesem Film: 1987 International Congress of Psychoanalysis in Montreal, 1998–2002 in Ausschnitten im Rahmen der Wanderausstellung »Sigmund Freud: Conflict and Culture« der Library of Congress, 1999 als Hauptgegenstand der Ausstellung »Psychoanalysis in Motion« im Sigmund-Freud-Museum Wien Mit Aufnahmen von Sandor Ferenczi, Abraham Brill, Ernest Jones, Sandor Rado u. v. a.Psychoanalyse in Bewegung. Eine Ausstellung zum Film "Sigmund Freud. His Family and Colleagues, 1928-1947" von Philip R. Lehrman und Lynne Lehrman Weiner Sigmund Freud-Museum in Kooperation mit der Österreichischen Nationalbibliothek, 22.10.1999-6.2.2000KuratorinLydia Marinelli"Wie denn das Kino überhaupt keine kleine Rolle für uns spielt - worüber ich nicht erst jetzt nachdenklich geworden bin."Lou Andreas-Salomé nach einem Kinobesuch, 1913Als Methode zur Erforschung seelischer Prozesse, die das Verhältnis des modernen Menschen zu sich selbst neu beschrieb, fand die Psychoanalyse rasch Eingang in ein populäres Medium, das so jung war wie sie selbst - den Film. Sie, die sich so wie das Kino mit den Phantasien der Menschen beschäftigt, lieferte Folien für neue Filmhelden und -handlungen. Inspiriert von ihrer erscheinen verdichtete Traumbilder, Assoziationstechniken, verräterische Fehlleistungen, ödipale Situationen und traumatische Konstellationen auf der Leinwand. Vor allem die filmische Populärkultur übersetzte Methoden und Begriffe der Psychoanayse ins Alltagswissen. Trotz der vielen Überschneidungen von filmischen und psychoanalytischen Erkenntnisformen im Spielfilm gibt es nur einige wenige Dokumentarfilme, die die frühen Psychoanalytiker vor der Kamera zeigen. Ein solches Dokument ist der Film "Sigmund Freud, His Family and Colleagues, 1928-1947". Der in Rußland geborene amerikanische Analytiker Philip R. Lehrman kam 1928 mit seiner Familie nach Wien, um bei Freud seine analytische Ausbildung zu vervollständigen. Mit einer 16-mm Kamera dokumentierte er als passionierter Amateurfilmer seine Reise und machte Aufnahmen in Berlin, Wien und Paris. So hielt er Szenen aus Ernst Simmels Berliner Sanatorium, wo Freud im Herbst 1928 behandelt wurde, der Pariser und der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung fest. In dieser "analytischen Familie" durfte auch die Familie Freud nicht fehlen, die ebenfalls zu sehen ist. Lehrman, der das Filmen ironisch als seine Symptomhandlung und als Teil seiner Analyse bei Freud bezeichnete, begann in den 50er Jahren das Material zu bearbeiten, seine Tochter Lynne Lehrman Weiner stellte den Film fertig. Dieser verwebt ein Stück Geschichte der psychoanalytischen Bewegung mit einer privaten Reise und wirft ein Licht auf die "familiäre" Beziehung von Psychoanalyse und Kino. Philip R. Lehrman, 1895-1958, geboren in Rußland, kam 1905 in die USA, studierte dort Medizin und eröffnete 1919 eine psychiatrische Praxis in New York. Im selben Jahr begann er seine psychoanalytische Ausbildung bei Abraham A. Brill. 1928 kam er für ein Jahr nach Wien, um bei Freud eine Analyse zu machen. Neben einführenden Arbeiten zur Psychoanalyse veröffentlichte er Studien zur Kinderanalyse. Er verstarb 1958 in New York.Lynne Lehrman Weiner arbeitete für verschiedene Zeitungen in den USA und Human Rights Organisationen, sie lebt in New York.Eine Begleitausstellung zu dem 50minütigen Film dokumentierte die 1928/29 aufgenommenen Personen und stellte die Gezeigten als Protagonisten der vielstimmigen psychoanalytischen Bewegung vor.
Details
VerfasserInnenangabe: Lynne Lehrman Weiner (Hg.). Aus dem Amerikan. von Theo Kierdorf und Hildegard Höhr
Jahr: 2005
Verlag: Gießen, Psychosozial-Verl.
Systematik: PI.BPS
ISBN: 3-89806-241-4
Beschreibung: 1. Aufl., 212 S. : zahlr. Ill.
Originaltitel: Sigmund Freud through Lehrman's lens <dt.>
Mediengruppe: Buch