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Moderne und Ambivalenz
das Ende der Eindeutigkeit
VerfasserIn: Bauman, Zygmunt
Verfasserangabe: Zygmunt Bauman
Jahr: 1992
Verlag: Hamburg, Junius
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Die Moderne hat sich eine unlösbare Aufgabe gestellt. Ihr Anspruch, die Welt durchschaubar zu machen, war von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil er die grundsätzlicheAmbivalenz der Welt und die Zufälligkeit unserer Existenz, unserer Gesellschaft und unserer Kultur leugnete. Jeder Versuch, diese Tatsache aus der Welt zu schaffen, hat immer nur neue Ambivalenz erzeugt - ein Teufelskreis, der schließlich mit dem Nationalsozialismus in den Versuchmündete, alles Ambivalente zu vernichten. Erst die Postmoderne verabschiedet sich von dem Versprechen, eine übersichtliche Welt zu schaffen. Sie erkennt, daß der Wille, die unabänderliche Zweideutigkeit menschlicherExistenz zu beheben, gleichbedeutend ist mit dem Willen, den Menschen seiner Freiheit zu berauben. Möglicherweise bereitet die Postmoderne eine Zeit vor, in der wir gelernthaben werden, mit dem Zwei- und Vieldeutigen zu leben. Tolerant kann nur sein, wer die Ambivalenz alles Menschlichen anerkennt. Zygmunt Bauman konfrontiert uns in seiner brillanten Studie mit den Schattenseiten des Projekts der Moderne. Er verarbeitet die Einsichten einer Philosophie der Kontingenz (Richard Rorty) und zeigt, daß wir nie wieder Zuflucht bei der Eindeutigkeit suchen dürfen. Baumans Buch ist ein überzeugendes Plädoyer für eine tolerante Ambivalenz und damit ein wichtiger Beitrag zur aktuellen Diskussion um Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Nationalismus.
Details
VerfasserIn: Bauman, Zygmunt
VerfasserInnenangabe: Zygmunt Bauman
Jahr: 1992
Verlag: Hamburg, Junius
Systematik: GS.AT
ISBN: 3-88506-204-6
Beschreibung: 1. Aufl., 383 S.
Fußnote: Aus dem Engl. übers.
Mediengruppe: Buch