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6 von 17846
Kindheit bei Maria Montessori und Ellen Key
Disziplinierung und Normalisierung
VerfasserIn: Reiß, Marcus
Verfasserangabe: Marcus Reiß
Jahr: 2012
Verlag: Paderborn ; München, Schöningh
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PN.AE Reiß / College 3e - Pädagogik Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Reformpädagogik gilt bis heute als »magische Größe«. Ihre Anhänger verzaubert sie mit der eingängigen Formel: Nicht nur »naturgemäß« soll Erziehung sein, sondern auch wertschätzend, praxisnah und individuell. So verspricht sie Heilung (von falscher Pädagogik) und argumentiert scheinheilig: Sowohl »begradigen« als auch »überwinden« sind unverzichtbare Bestandteile ihres Kanons pädagogischer Leitbegriffe.
Die Kindheitskonzepte von Maria Montessori und Ellen Key werden besonders dafür geschätzt, dass sie das »Leben« feiern. Dabei argumentieren sie mitunter allerdings wenig lebensbejahend. Besonders augenfällig ist, dass sie vor allem gesunde, normale und folgsame Kinder besonders wertschätzen. Der ideale Nachwuchs soll sowohl folgsam als auch unauffällig sein: Nicht jedes Kind ist aus sich heraus wertvoll. Daher appellieren sie an künftige Eltern, möglichst nur den richtigen Erbanlagen ins Leben zu verhelfen (was nicht zwangsläufig die eigenen sind). Überhaupt haben beide sehr konkrete Vorstellungen davon, wie Kinder sein müssen... und was passieren könnte, wenn sie nicht sind, wie sie sein sollen.
 
INHALT
1. DAS KIND ALS EFFEKT ................................................................... 009
2. LEBEN: BIOPOLITISCHE ASPEKTE EINER PÄDAGOGISCHEN
LEITMETAPHER............................................................................... 025
2.1. Leben, eine "steigende Bewegung".................................................... 026
2.1.1. Entwicklung und Ästhetik I: Nietzsches ¿Übermensch¿
als pädagogisches Projekt .................................................................. 027
2.1.2. Darwin und die Pädagogik ............................................................... 035
2.1.2.1. Biologische (R)Evolutionen.............................................................. 038
2.1.2.2. Leben auf Abwegen .......................................................................... 041
2.1.3. Ernst Haeckels monistische Imaginationen.
Leben als Religion des Körpers ......................................................... 045
2.1.3.1. Entwicklung und Ästhetik II: Die Künstlichkeit der Natur............... 049
2.1.3.2. Das Gesetz der Entwicklung als Wiederholung................................. 052
2.1.4. Leben. Nur ein möglicher Zufall? ..................................................... 056
2.1.5. Lebenssteigerung - biologische, theologische
und politische Aspekte...................................................................... 057
2.2. Die Biologisierung des Sozialen. Leben als Krieg,
Risiko und Zerfall............................................................................. 065
2.2.1. Der Staat als Körper - die biologische Ordnung der
Gesellschaft ...................................................................................... 067
2.2.2. Leben als Krieg. Die Rezeption Darwins und ihre Folgen. ................ 079
2.2.3. Das Gesicht der Katastrophe. Untergangsdiskurse um 1900 ............. 088
3. DAS KIND, DAS LEBEN UND DIE MACHT -
DIE VERTEIDIGUNG DER GESELLSCHAFT ..................................... 105
3.1. Perspektivierungen: Erziehungsoffensiven -
Pädagogik als Befriedungsprogramm? ............................................... 105
3.2. Schauplätze der Macht: Körper, Bevölkerung, Selbst ........................ 115
3.3. Systematisierungen: Reform der Pädagogik,
Transformation der Macht ............................................................... 132
4. DAS KIND ALS ¿EFFEKT EINER MACHT DER WAHL¿.................... 137
4.1. Die Macht der Reproduktion ........................................................... 139
4.1.1. Glückliche Gattungen ...................................................................... 140
4.1.2. Beschädigte Menschheit ................................................................... 142
4.2. Die soziale Ordnung der Geschlechter.............................................. 145
4.3. ¿Excellency in procreation¿ ¿ über die Wissenschaften vom Sex ....... 151
4.3.1. Schwache Imperative. Zur Soziabilität der Naturgesetze. .................. 152
4.3.2. Bevölkerungspolitik und Bio-Recht.
Zu den Grenzen der Juridisierung der Fortpflanzung........................ 154
4.3.3. ¿Das Wohl der neuen Generation¿ ¿
zur Qualität der Kindszeugung......................................................... 157
4.3.4. Die Vermehrung der (vollkommenen) Körper.................................. 159
4.4. Strategien der Subjektivierung ¿ der Wille zum Sex.......................... 162
4.4.1. Die Zähmung der Begierden ............................................................ 163
4.4.2. Erotoplastik ¿ künstliche Liebe......................................................... 164
4.4.3. Askese ¿ Selbstgestaltung und Selbstverzicht..................................... 167
4.4.4. Verantwortung ¿ Anwältin des Lebens ............................................. 169
4.5. ¿Wie schön, dass du geboren bist...¿.
Die Imagination der Ungeborenen ................................................... 172
4.6. Verfehltes Leben I: Der Kindeswert.................................................. 174
4.7. Das ¿heilige Kind¿ ¿ ein eugenisches Imaginat ................................. 178
4.8. Verfehltes Leben II: Das Opfer als Erlösung ..................................... 182
4.9. Die Beseitigung der Überflüssigen.................................................... 185
5. DEMONSTRATIONEN DER MACHT ............................................... 189
5.1. Gehorsame Körper ........................................................................... 190
5.2. Einflüsterungen ¿ Die Stimme des Erziehers .................................... 197
5.3. Pädagogische Präsenzen.................................................................... 199
6. MASKERADEN DER MACHT ........................................................... 203
6.1. Einkörperungen: Macht und Leib .................................................... 203
6.2. Die Stimme der Dinge ..................................................................... 207
6.3. Das Verblassen des Erziehers ............................................................ 211
7. INFANTILE OBJEKTE....................................................................... 215
7.1. Pädagogische Blicke.......................................................................... 218
7.2. Von der ,Methode` zur Matrix ¿
Erfassungs- und Aufzeichnungssysteme ............................................ 222
7.3. Klassen, Typen, Gruppen ¿ vom Ungenügen der Erfahrung............. 227
 
INHALT 7
8. VERFEHLTE KINDHEIT ¿ ÜBER NORMEN, NORMATIVITÄT
UND NORMALISIERUNG................................................................. 233
8.1. Vom Segen der Mitte oder: Das Kind ohne Eigenschaften................ 236
8.2. Verweigerte Einheit ¿ über (Un)Ordnungen des Verhaltens ............. 242
9. SYN(THESEN) ¿ DAS KIND ALS EFFEKT ........................................ 247
10. LITERATURVERZEICHNIS ............................................................... 253
DANK ......................................................................................................... 271
 
Details
VerfasserIn: Reiß, Marcus
VerfasserInnenangabe: Marcus Reiß
Jahr: 2012
Verlag: Paderborn ; München, Schöningh
Systematik: PN.AE
ISBN: 3-506-77324-0
2. ISBN: 978-3-506-77324-1
Beschreibung: 270 S.
Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturverz. S. [253] - 270
Mediengruppe: Buch