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15 von 101
Die zweidimensionale Gesellschaft
ein Essay zur neokonsumistischen Geisteshaltung
VerfasserIn: Prisching, Manfred
Verfasserangabe: Manfred Prisching
Jahr: 2006
Verlag: Wiesbaden, VS, Verl. für Sozialwissenschaften
Mediengruppe: Buch
verfügbar (wo?)verfügbar (wo?)
Exemplare
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Inhalt
 
Stimmen zum Buch:
"Der Essay beschäftigt sich mit dem Konsum als bestimmendes Element der Lebensführung und Mittel zur Selbstgestaltung und Identitätsfindung in der heutigen Gesellschaft. Der Grazer Soziologie-Professor M. Prisching beschreibt in seinem kritischen wissenschaftlichen Essay den Konsum als Massenphänomen in der heutigen Gesellschaft, als Element der Lebensführung und Mittel zur Selbstgestaltung und Identitätsfindung. Die Gesellschaft definiert sich demnach im Wesentlichen über den Güterverbrauch. Als zweidimensional bezeichnet der Autor sie deshalb, weil eine hohe Wirtschaftsproduktivität (Güter und Dienstleistungen) und eine hohe Konsumproduktivität nebeneinander bestehen. Dahinter stecken die Leitprinzipien "Geld" und "Spaß". Prisching verweist auch auf die unterschiedlichen Theorien zur Konsumkritik in der Nachkriegszeit. Sehr umfangreiches Literaturverzeichnis. Eher für einen breiteren Leserkreis geeignet ist A. Meschnig "Wunschlos unglücklich". Zum Thema außerdem: J. Heath "Konsumrebellen". Von M. Prisching hier zuletzt besprochen: "Die McGesellschaft". (3) / Rezension aus www.socialnet.de: "[...]Das Buch liefert eine brilliante wie spannende Analyse der neokonsumistischen Gesellschaft. Seine essayistische Gestalt sollte nicht als Mangel an Wissenschaftlichkeit interpretiert werden. Gerade die vom Autor gewählte Form sowie den teilweise polemischen Schreibstil führt zu einer erhöhten Deutlichkeit und Aussagekraft, was insbesondere innerhalb der deutschsprachigen Soziologie nicht als selbstverständlich gelten kann. Hinterfragt werden kann allerdings, ob die von Prisching zu Beginn des Buches plausibel dargestellten Schwächen der "alten Konsumkritik" durch seine eigene Argumentation überwunden wurden. Sich zunächst von diesen Theorien distanzierend, scheint er - besonders gegen Ende des Buches - in ähnliche Denkmuster und Argumentationsschemata zurückzufallen. Fazit: Das Buch ist empfehlenswert, insbesondere für Leser, die bereit sind, die Rolle des Konsums, sowohl gesamtgesellschaftlich als auch bezogen auf das eigene Leben, kritisch zu hinterfragen. Wenn auch ein Großteil der Argumentation an die Argumentation anderer Autoren angelehnt ist, kann der aufgeschlossene Leser mit Hilfe des Buches zu einigen neuen, erhellenden Einsichten gelangen, die auch zum Weiterdenken anregen."
Quelle: socialnet.de
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / / 1 Einleitung 9
1.1 Zeitdiagnostische Wanderungen 13
JV 1.2 Das Wesen des Konsumismus 20
2 Von der alten Konsumkritik zum Neokonsumismus 25
2.1 Die Schwäche einer Souveränitätstheorie 26
2.2 Die Schwäche einer Manipulationstheorie 30
2.3 Die Schwäche einer Verschwörungstheorie 31
2.4 Die Schwäche einer Entfremdungstheorie 33
2.5 Das neokonsumistische Modell 36
3 Die Überbietungslogik 41
3.1 Das Steigerungsspiel '42
3.2 Steigerung als Spektakel 45
3.3 Vernichtung der Normalität 49
3.4 Überbietung zur Mittelmäßigkeit 54
3.5 Residuen der Ausreizung 56
4 Der Multioptionalismus 61
4.1 Schaffung von Möglichkeiten 61
4.2 Die Welt der Möglichkeiten 65
4.3 Der Zwang der Möglichkeiten 67
4.4 Der Kult des Mehrgotts 69
4.5 Die Umpolung des Bewusstseins 72
4.6 Sein durch Haben 74
5 Vom eisernen Gehäuse zum Konsumismus 81
5.1 Die Furcht vor dem technokratischen Gehäuse 81
5.2 Die Kolonialisierung der Lebenswelt 84
5.3 Die Selbstzwangapparatur 85
5.4 Boheme und System 87
5.5 Rationalisierung und Subjektivierung 88
5.6 Das Problem der Verhaltensabstimmung 91
K6 Die Welt als Einkaufszentrum ; 95
6.1 Die Genese der kaufenden Welt 95
6.2 Die Erfindung der Kaufstadt 98
6.3 Die Universalisierung der Mall 104
^ 7 Wider die Gefahr der Langeweile 109
7.1 Der Konsum von Erlebnissen 111
7.2 Der Konsum von Events 116
7.3 Vom Spaß zur Ekstase 118
7.4 Kaufen als Krankheit 124
7.5 Die Entertainmentindustrie 129
7.6 Der Velozitätsfuror 132
8 Identitätsfiktionen 135
8.1 Individualisierung und Identitätsbildung 137
8.2 Die Einzigartigkeit der Person 144
8.3 Identitäts-Kommunikation 153
8.4 Fragile Wahlbindungen 158
8.5 Die Welt der Distinktionen 161
8.6 Die Differenzierung von Distinktionen 170
8.7 Die Bereicherungsaufforderung 173
8.8 Wiederverzauberung 176
9 Konformismus als Selbstentfaltung 181
9.1 Das Marketing-Ich 181
9.2 Die Verdinglichungslehren 184
9.3 Kommodifizierung als Selbstentfaltung.: 187
9.4 Taylorisierung der Seele 188
9.5 Das Wesen der Bluffgesellschaft : 194
9.6 Das Wesen der Prominenz 200
9.7 Therapiegesellschaft 203
10 Vermarktlichungsprozesse 207
10.1 Das Wesen der Vermarktlichung 208
10.2 Die Praktikabilität des Marktes214
10.3 Vereinheitlichung der Codes 218
10.4 Die Rechenhaftigkeit des Denkens 223
10.5 Zeitknappheit und Markt 228
10.6 Die Management-Gesellschaft 231
10.7 Vermarktlichung des Arbeitslebens 232
10.8 Arbeiten in der Vermarktlichung 235
10.9 Das Ablenkungsrepertoire 240
10.10 Bildungsservice und Wissenschaftsverkauf244
11 Gesellschaft der Versagungen 249
11.1 Kauflust und Kaufpflicht 250
11.2 Produktive Unzufriedenheit 251
11.3 Die Relativität der Konsumniveaus 253
11.4 Pflicht zur Euphorie 256
11.5 Versäumnisgesellschaft 257
 
 
Details
VerfasserIn: Prisching, Manfred
VerfasserInnenangabe: Manfred Prisching
Jahr: 2006
Verlag: Wiesbaden, VS, Verl. für Sozialwissenschaften
Systematik: GW.AP
ISBN: 3-531-14894-X
Beschreibung: 1. Aufl., 316 S.
Fußnote: Literaturverz. S. [297] - 316
Mediengruppe: Buch