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Globalisierung, Demokratie und Terrorismus
VerfasserIn: Hobsbawm, Eric J.
Verfasserangabe: Eric Hobsbawm. Aus dem Engl. von Andreas Wirthensohn
Jahr: 2009
Verlag: München, Dt. Taschenbuch-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Die gegenwärtig so geschätzte Globalisierung des freien Marktes hat dazu geführt, dass die Ungleichheit auf nationaler wie auf internationaler Ebene dramatisch zugenommen hat. Der Zuwachs an Ungleichheit, vor allem unter den Bedingungen extremer wirtschaftlicher Instabilität, wie sie durch den globalen freien Markt in den 1990er Jahren entstanden, liegt den zentralen gesellschaftlichen und politischen Spannungsfeldern des neuen Jahrhunderts zugrunde. Insofern die internationalen Ungleichheiten möglicherweise durch die aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens unter Druck geraten, wird die Tatsache, dass der relativ astronomische Lebensstandard der Menschen im "alten" Norden bedroht ist und zugleich die riesige Bevölkerung in Ländern wie China oder Indien praktisch keine Chance hat, etwas Ähnliches zu erreichen, ihre eigenen nationalen und internationalen Spannungen erzeugen. Zweitens bekommen diejenigen die Globalisierung am stärksten zu spüren, die am wenigsten von ihr profitieren. Daher rührt denn auch die zunehmende Polarisierung der Ansichten über die Globalisierung: zwischen denen, die potenziell vor ihren negativen Folgen geschützt sind - den Unternehmern, die ihre Kosten in Billiglohnländer "outsourcen" können, den Hightechfachkräften und den Hochschulabsolventen, die in jeder Marktwirtschaft mit hohen Löhnen Arbeit finden - und denjenigen, bei denen das nicht der Fall ist. Aus diesem Grund blicken die meisten Menschen, die in den alten "Industriestaaten" in Lohn und Brot stehen, dem 21. Jahrhundert mit Sorge, wenn nicht sogar mit düsteren Erwartungen entgegen. Der weltweite freie Markt hat dafür gesorgt, dass ihre Staaten und Sozialsysteme ihren "way of life" nicht mehr im gleichen Maße wie früher schützen können. In einer globalen Ökonomie konkurrieren sie mit Arbeitskräften im Ausland, die über gleiche Qualifikationen verfügen, aber nur einen Bruchteil des westlichen Einkommens erhalten; und zu Hause geraten sie unter Druck von Seiten derjenigen, die Karl Marx als die "industrielle Reservearmee" bezeichnet hat, nämlich der Zuwanderer aus den Dörfern der großen globalen Armutsregionen. Derartige Situationen versprechen nicht unbedingt eine Epoche politischer und sozialer Stabilität. Drittens bleibt das tatsächliche Ausmaß der Globalisierung zwar bescheiden - außer vielleicht für einige relativ kleine Staaten vor allem in Europa - doch sind ihre politischen und kulturellen Auswirkungen unverhältnismäßig groß.
"Hobsbawm will heiße Luft durch die Zufuhr von Vernunft und gesundem Menschenverstand abkühlen und zeigen, dass auch die heiligsten Kühe des politischen Diskurses oft weniger Milch geben als gemeinhin angenommen. Die drei großen Themen unserer Zeit, die Wirkungen der Globalisierung, unsere in Bedrängnis geratene Demokratie und die Bedrohung durch den Terrorismus sind Gegenstand seiner scharfsinnigen Analysen."
Details
VerfasserIn: Hobsbawm, Eric J.
VerfasserInnenangabe: Eric Hobsbawm. Aus dem Engl. von Andreas Wirthensohn
Jahr: 2009
Verlag: München, Dt. Taschenbuch-Verl.
Systematik: GP.W
ISBN: 978-3-423-24769-6
2. ISBN: 3-423-24769-X
Beschreibung: Dt. Erstausg., 176 S.
Beteiligte Personen: Wirthensohn, Andreas
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Globalisation, democracy and terrorism
Mediengruppe: Buch