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24 von 67
Darwin schlägt Kant
über die Schwächen der menschlichen Vernunft und ihre fatalen Folgen
VerfasserIn: Urbaniok, Frank
Verfasserangabe: Frank Urbaniok
Jahr: 2020
Verlag: Zürich, Orell Füssli Verlag
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PI.HLP Urba / College 3f - Psychologie Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Der Verstand gilt als schärfste Waffe des Menschen. Durch den Verstand ist er anderen Lebewesen überlegen. Er ist das Beste, was die Evolution in Millionen Jahren hervorgebracht hat, ihr ultimatives Erfolgsmodell. Soweit die Legende. Fakt aber ist: Das Potenzial der Vernunft wird gemeinhin überschätzt und ihr primär evolutionärer Zweck, die Überlebensfähigkeit der menschlichen Art zu steigern, oft zu wenig bedacht.
Denn der menschliche Verstand wird durch Verhaltensweisen eingeschränkt, die in der Evolution über Millionen von Jahren sehr erfolgreich praktiziert wurden: Stereotype Automatismen und Instinkthandlungen, sogenannte evolutionäre Stoßdämpfer, die oft zu verzerrten Beurteilungen führen. Diese Mechanismen stehen im Widerspruch zu den Ideen der Aufklärung und des Humanismus und werden bis heute in Diskussionen stark vernachlässigt.
Frank Urbaniok analysiert differenziert, welche fatalen Folgen daraus für das Individuum und die Gesellschaft resultieren können, denn gerade populistische und extremistische Kräfte, so sein Fazit, zielen mit ihrer Propaganda gezielt auf diese Schwächen und erschüttern die Demokratien bis in die Grundfesten.
Inhalt / / / Einleitung 11 / / Teil 1: / Begrenzungen und Schwachstellen menschlichen Denkens und Handelns / / 1 Erkenntnistheoretische Grenzen der menschlichen Vernunft . 21 / 1.1 Grünes Blatt und roter Ball, alles Täuschung oder was? . 21 / 1.2 Kant und seine synthetischen Urteile a priori. 24 / 1.3 Trotz aller Bedenken: Denken lohnt sich! . 27 / 1.4 Zusammenfassung erkenntnistheoretischer Grenzen . 28 / / 2 Allgemeine psychologische Schwachstellen der menschlichen Vernunft . 31 / 2.1 Schläger und Ball . 33 / 2.2 Rückschaufehler. 34 / 2.3 Halo-Effekt . 35 / 2.4 Whatyouseeisallthereis(WYSIATI-Regel). 36 / 2.5 Priming. 38 / 2.6 Ankereffekte . 39 / 2.7 Wiederholungen. 39 / 2.8 Kausalitätsillusion 40 / 2.9 Physiognomischer Kurzschluss. 41 / 2.10 Überschätzung geringer Häufigkeiten 42 / 2.11 Der schwarze Schwan und stumme Zeugen . 43 / 2.12 Generalisierung: Der unterschätzte Denkfehler . 46 / 2.13 Vermeidung kognitiver Dissonanz . 48 / 2.14 Hereinspaziert: A little something for everybody 49 / 2.15 Radikaler Konstruktivismus und Grenzen der Kommunikation. 50 / 2.16 Kommunikation wird überschätzt. 52 / / 3 Individuelle Persönlichkeitsprofile. 55 / 3.1 Die Kaltblütig manipulative Persönlichkeit (KmP) . 57 / 3.2 Instabiler Realitätsbezug. 60 / 3.3 Basale Wahrnehmungsmuster . 61 / / 4 Vernunft und Evolution . 64 / 4.1 Instinktverhalten: Stereotyp, aber oft effektiv . 64 / 4.2 Investition in Vernunft: Ein evolutionäres Projekt mit Chancen und Risiken . 67 / 4.3 Kooperation versus egoistische Abgrenzung. 70 / 4.4 Individuelle Zuspitzungen der basalen Evolutionsprinzipien der menschlichen Natur . 74 / 4.5 Abgrenzung schafft Identität. 75 / 4.6 Das Verhältnis Mensch - Tier: Ein Beispiel für die Aktivierung und Deaktivierung des Kooperationspotenzials . 79 / / 5 Das RSG-Modell. 82 / 5.1 Registrieren. 84 / 5.2 Subjektivieren . 84 / 5.3 Generalisieren . 89 / 5.4 Ordnungen . 90 / 5.5 Die menschliche Natur zeigt sich in allen Bereichen, die mit Menschen zu tun haben . 93 / / 6 Naturwissenschaft: Der Königsweg?. 98 / 6.1 Kahnemans Taxiproblem . 98 / 6.2 Methodische Probleme statistischer Modelle am Beispiel des Taxiproblems. 101 / 6.3 Methode oder Versuchspersonen: Wer liegt hier falsch?. 104 / 6.4 Irrtümer der Wissenschaft: Einige Beispiele. 106 / 6.5 Das erkenntnisleitende Interesse . 107 / 6.6 Das Hamsterrad dreht sich immer und überall . 109 / 6.7 Skandal um Rosi . 111 / / 7 Pragmatisch-phänomenologische Betrachtungsweise . 113 / 7.1 Beispiel für theoriegeleitete Fehlentwicklungen: Der Fluch der Psychosomatik. 114 / 7.2 Die Problematik impliziter Theorien . 118 / 7.3 Pragmatisch-phänomenologisches Erkenntnismodell und klassische Phänomenologie. 120 / 7.4 Empirismus versus Rationalismus . 122 / 7.5 Die Konzeption des pragmatisch-phänomenologischen Erkenntnismodells. 124 / / 7.6 Die Bewertungskriterien der pragmatisch phänomenologischen Methode. 125 / 7.7 Das Falsifikationsprinzip . 129 / 7.8 Falsifikationsprinzip und die Evidenzkriterien der pragmatisch phänomenologischen Methode . 132 / 7.9 Relative Determination: Ein oft verkanntes, aber universelles Prinzip . 135 / 7.10 Der Fall der Berliner Mauer: Ein Beispiel für relative Determination . 138 / 7.11 Prognosen über die Zukunft: Ein Ding der Unmöglichkeit?. 142 / / 8 Evolution: Wie Lüge und Krieg in die Welt kamen . 147 / 8.1 Das schmutzige Instrumentarium: Lügen, Täuschung, Manipulation, Stehlen und Gewalt . 148 / 8.2 Nachteile des schmutzigen Instrumentariums. 150 / 8.3 Der Mensch: Vom evolutionären Ladenhüter zum Erfolgsmodell. 153 / 8.4 Das rätselhafte Schicksal der Neandertaler . 155 / 8.5 Geschwistermord, die wahre Erbsünde?. 159 / 8.6 Das schmutzige Instrumentarium: Garant für Erfolg . 162 / 8.7 Die Mafia: Das schmutzige Instrumentarium als Strukturprinzip. 164 / 8.8 Das archaische Spannungsfeld der menschlichen Natur: Weit sind wir noch nicht gekommen . 166 / / 9 Werte . 169 / 9.1 Humanistische Werte. 169 / 9.2 Nietzsche und die Aufklärung . 170 / 9.3 Nietzsche und die Kritik an klassischen Wertvorstellungen. 171 / 9.4 Der Wille zur Macht . 173 / 9.5 MaxStirner . 175 / 9.6 Die Rehabilitation von Mitleid und Liebe etc. 178 / 9.7 Werte als handlungsleitende Orientierungspunkte. 179 / / 10 Geschichtliche Entwicklungen und Gesellschaftsmodelle . 184 / 10.1 Diskontinuität kultureller Entwicklungen . 184 / 10.2 Karl Popper und der Kampf für die offene Gesellschaft. 186 / 10.3 Popper contra Hegel . 188 / 10.4 Frankfurter Schule. 191 / 10.5 Frankfurter Schule und Aufklärung . 194 / 10.6 Negri und Hardt: Das Empire . 196 / 10.7 Aufklärung gescheitert? . 197 / / 10.8 Eine makabre Rangliste . 200 / 10.9 Gemeinsamkeiten der drei größten Massenmörder aller Zeiten . 204 / 10.10 Menschlichster aller Menschen, Sonne der Menschheit! . 206 / 10.11 MaoTse-tung: Ungebrochene Verehrung eines großen Führers . 209 / 10.12 Sind wir dem Mittelalter näher, als wir denken? . 212 / / 11 Gedanken, Gefühle, Glaube und Überzeugungen. 217 / 11.1 Vorstellungen und andere Informationskonglomerate . 220 / 11.2 Der Glaube versetzt Berge . 223 / 11.3 Die Wechselwirkung von Glaube und Evidenz. 224 / / Teil 2: Gesellschaftliche Schwach- und Baustellen / / 12 Ordnungen und Organisationen . 231 / 12.1 Beschleunigung in der Postmoderne. 231 / 12.2 Einkaufsliste . 234 / 12.3 Regeln, Prinzipien, Konzepte, Systeme, Organisationen . 238 / 12.4 Neuer Wind in der Musikschule . 240 / 12.5 Ungebremstes Verwaltungswachstum: Folge der inhärenten Logik und übergeordneter Wachstumstreiber. 242 / 12.6 Die 80-20- und die V3-V3-Regel, oder: Regeln und individuelle Kompetenz . 248 / 12.7 Standards und Papiere: Die Verschleierung fehlender persönlicher Kompetenzen . 251 / 12.8 Gruppenkategorien und Gruppenidentitäten . 254 / 12.9 Gute und schlechte Gründe für Gruppenkategorien . 255 / 12.10 Absolute Prinzipien enden in Absurdität . 258 / 12.11 Im Würgegriff des juristischen Prinzips . 259 / 12.12 Der Fall Metzler . 262 / 12.13 Asylrecht. 269 / 12.14 Flucht- und Migrationsursachen . 272 / 12.15 Algorithmen und künstliche Intelligenz . 273 / 12.16 Pferd oder Gießkanne, das ist hier die Frage . 275 / 12.17 Werner Heisenbergs Pollenallergie . 277 / 12.18 Das Würfelgericht . 280 / 12.19 Die Verfeinerung des Würfelgerichts und andere Systembrecher. 283 / / 13 Ökonomie. 288 / 13.1 Die unsichtbare Hand. 288 / 13.2 Animal Spirits. 290 / 13.3 Ökonomische Ungleichheit und die Idealisierung des Unternehmertums . 293 / / 13.4 Ehrliche Handwerker und egoistische Trader. 296 / 13.5 Machiavelli: Eine tief verankerte kulturhistorische Tradition . 299 / 13.6 Profitorientierung und Wachstumsprimat. 303 / 13.7 Mafiamethoden in der Ökonomie am Beispiel der Tabakindustrie . 306 / 13.8 Jeffrey Wigand: Ein hart bekämpfter Whistleblower . 308 / 13.9 Mafiamethoden in der Ökonomie: Die Spitze des Eisbergs . 311 / 13.10 Aber die Wahrheit kommt am Ende doch ans Licht - oder doch nicht? . 312 / 13.11 Schulden. 315 / / 14 Medien und Information in der Postmoderne. 321 / 14.1 Eine Flut von Informationen . 321 / 14.2 Angriff auf die Pressefreiheit . 323 / 14.3 Die weiche Zensur. 328 / 14.4 Der Umgang mit populistischen Parteien am Beispiel der deutschen AfD . 329 / 14.5 Migrations- und Flüchtlingspolitik: Das gute und das schlechte Narrativ . 330 / 14.6 Im Wahlkampf gilt: Ausländische Regelbrecher verlassen das Land . 333 / 14.7 Abschiebungen von ausländischen Straftätern: Ein schwieriges Geschäft. 336 / 14.8 Abschiebungen: Theorie und Praxis . 337 / 14.9 Ausländerkriminalität: Das etablierte Gegen-Argumentarium 340 / 14.10 Faktoren, die das Phänomen der Ausländerkriminalität verschleiern 349 / 14.11 Die Analyse der Polizeilichen Kriminalstatistik von Jochen Renz. 350 / 14.12 Weitere Zahlen zur Ausländerkriminalität. 353 / 14.13 Die Bundeszentrale für Aufklärung und die Erziehung zum mündigen Bürger . 359 / 14.14 Die Angst voraussagekräftigen Zahlen . 362 / 14.15 Schlussbetrachtung zum Thema »Ausländerkriminalität«. 364 / 14.16 Der Fall Edathy . 365 / 14.17 Der Fall Herman . 370 / 14.18 Öffentliche Entschuldigungsrituale. 374 / 14.19 Einzelfälle als Beurteilungsgrundlage . 378 / 14.20 Seltene Ereignisse können keine häufigen Ursachen haben . 381 / 14.21 Thesenjournalismus und Fake News . 386 / / 15 Werbung, Propaganda und Politik . 390 / 15.1 Die Werbeindustrie . 390 / 15.2 Werbung in der Politik . 392 / / 15.3 Das Informations- und Diskussionsvakuum westlicher Demokratien . 395 / 15.4 Populismus . 401 / 15.5 Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Populisten und Extremisten. 403 / 15.6 Massenpsychologie nach Gustave Le Bon. 406 / 15.7 Prinzipien der nationalsozialistischen Propaganda . 409 / 15.8 Goebbels in Berlin. 412 / 15.9 Goebbels gegen Bernhard Weiß: Beispiel einer gezielten Hetzjagd. 414 / 15.10 Unterschiede und Schnittmengen innerhalb des politischen Spektrums. 418 / 15.11 Extremismus, Populismus und die demokratische Mitte: Ein Differenzierungsschema. 421 / 15.12 Agitatorische Propagandamethoden versus aufklärerische Ideale. 423 / 15.13 Die Schweizerische Volkspartei (SVP). 425 / 15.14 Populistische Stilmittel. 427 / 15.15 Ein ungleicher Kampf: Smarte Bogenschützen gegen schwerfällige Ritter . 430 / 15.16 Der Bus des Schreckens . 434 / 15.17 Verdienste der SVP . 437 / 15.18 Der Horror-Clown im Weißen Haus . 439 / 15.19 Profil und Markenkern demokratischer Parteien. 447 / 15.20 Stärken und Schwächen politischer Grundausrichtungen. 450 / 15.21 Die Sozial-Liberale-Ökologische-Kriminalität-und Überregulierung bekämpfende Partei (SLÖKÜBP). 454 / / 16 Zum Schluss: Ein vorsichtig optimistischer Ausblick 456 / / Quellenverzeichnis . 463 / / Personenregister . 477
Details
VerfasserIn: Urbaniok, Frank
VerfasserInnenangabe: Frank Urbaniok
Jahr: 2020
Verlag: Zürich, Orell Füssli Verlag
Systematik: PI.HLP
ISBN: 978-3-280-05722-3
2. ISBN: 3-280-05722-1
Beschreibung: 479 Seiten
Schlagwörter: Demokratie, Entscheidungsfindung, Vernunft, Verstand, Denken, Informationsgesellschaft, Nichtwissen, Unwissenheit, Wissen, Instinkt, Demokrat, Demokratische Bewegung, Entscheidungsunterstützung, Intellectus, Parteienstaat, Republik, Volkssouveränität, Denkanstoß, Denkfehler, Denkleistung, Denkökonomie, Nachindustrielle Gesellschaft, Risikogesellschaft, Vorstellung, Wissensproduktion, Democracy (eng), Demokratischer Staat, Volksherrschaft, Denkfähigkeit, Denkprozess, Denkvermögen, Denkvorgang, Denkweise, Ignoranz, Kenntnis <Wissen>, Kenntnisse, Kommunikationsgesellschaft, Mediengesellschaft, Wissensgesellschaft, Demokratisierung, Allgemeinwissen, Alltagswissen, Erkenntnis, Gesellschaft, Informationsverarbeitung, Kreatives Denken, Raumvorstellung, Wissenschaftliches Denken
Sprache: Deutsch
Mediengruppe: Buch