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Kinder brauchen Märchen

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Bettelheim, Bruno
Verfasser*innenangabe: Bruno Bettelheim ; aus dem Englischen von Liselotte Mickel und Brigitte Weitbrecht
Jahr: 2017
Verlag: München, Deutscher Taschenbuch Verlag
Mediengruppe: Buch
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Inhalt

VERLAGSTEXT: / / Bruno Bettelheims Beitrag zur Märchenforschung will Eltern und Lehrer ermutigen, Märchen "wieder die zentrale Rolle im Leben des Kindes einzuräumen, die sie jahrhundertelang innehatten". Entstehung: Die Gelegenheit, "genauer zu erforschen, warum Volksmärchen für die Erziehung der Kinder so wertvoll sind", ergab sich in Verbindung mit einem von der Spencer Foundation geförderten Forschungsauftrag über den Beitrag der Psychoanalyse zur Kindererziehung. Es ging um das "Lesen und Vorlesen als wichtige Erziehungsmittel". Was aber sollten Kinder lesen oder hören? / Inhalt: Einleitend postuliert Bettelheim die Analogie von Märchen und Psychoanalyse, wobei er sich an Sigmund R Freud (1856-1939) orientiert. Der erste Teil des Buchs unterscheidet zwischen Märchen einerseits, Fabel, Mythos und Sage andererseits und begründet die Notwendigkeit des Zauberhaften für das Kind. Der zweite Teil konzentriert sich auf die exemplarische psychoanalytische Dechiffrierung ausgewählter Märchen wie Hänsel und Gretel (Überwindung ungezügelter oraler Befriedigung, Doppelgestalt Mutter/Hexe), Schneewittchen (Überwindung des kindlichen Narzissmus, Probleme der Adoleszenz, wobei die Zwerge als Phallussymbole fungieren), Rotkäppchen (Pubertät), Dornröschen ("Fluch" der Menstruation) und Aschenputtel (Rivalität unter Geschwistern). Neben Volksmärchen in der Überlieferung durch Charles Perrault (1628 bis 1703) und die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm werden antike Märchen (Amor und Psyche) und die arabischen Märchen aus Tausendundeiner Nacht herangezogen, um auf vielfältige Weise zu illustrieren: Märchen führen stets zu einem guten Ende, spenden Trost und weisen Wege im Ringen um den Sinn des Lebens. / Wirkung: Kinder brauchen Märchen erreichte allein als Taschenbuch eine Auflage von fast 300 000 Exemplaren. Die Popularität dieses Beitrags zur Märchenforschung erklärt sich aus der breit geführten Diskussion um die Notwendigkeit, die "irrealen" Volksmärchen durch "realistische" Kindergeschichten zu ersetzen. Bettelheims Plädoyer für den pädagogischen Wert von Märchen bot zugleich eine Einführung in die Kinderpsychologie und war geeignet, Erwachsene von der "Furcht vor der Fantasie" zu befreien. C. W. / /
 
AUS DEM INHALT: / / / Einführung: Das Ringen um den Sinn des Lebens. 9 / Das Märchen und das existentiale Dilemma . 13 / Das Märchen, eine einzigartige Kunstform 18 / / Erster Teil: Die Kraft der Verzauberung / Erkenntnis des Lebens von innen her 31 / >Der Fischer und der Dämon< / Das Märchen im Vergleich zur Fabel. 36 / Märchen versus Mythos / Optimismus versus Pessimismus . 44 / >Die Geschichte von den drei kleinen Schweinchen / Lustprinzip versus Realitätsprinzip . 51 / Die Notwendigkeit des Zauberhaften für das Kind 55 / Stellvertretende Befriedigung versus bewußte Erkenntnis . 65 / Die Wichtigkeit der Objektivierung / Gestalten und Ereignisse der Phantasie. 73 / Verwandlungen / Die Phantasiegestalt der bösen Stiefmutter 79 / Das Chaos ordnen 87 / >Die Bienenkönigin / Integration erringen. 90 / >Brüderchen und Schwesterchen / Die dualistischen Züge unserer Natur miteinander / vereinbaren. 92 / >Sindbad der Seefahrer und Sindbad der Lastträgen / Phantasie versus Realität . 98 / Die Rahmenerzählung von >Tausendundeiner Nacht< 101 / Die Geschichten von den zwei Brüdern 106 / >Die drei Sprachen" / Integration Schritt für Schritt 113 / >Die drei Federn / Das jüngste Kind als Dümmling 119 / ödipale Konflikte und ihre Lösungen / Der Ritter in glänzender Rüstung und die ins Elend / geratene Jungfrau 129 / Furcht vor der Phantasie / Warum wurden die Märchen verpönt? . 135 / Transzendenz der Kindheit mit Hilfe der Phantasie . 143 / / / >Die Gänsemagd" / Autonomie gewinnen . 157 / Phantasie, Wiederaufrichtung, Flucht und Trost 165 / Die Kunst des Märchenerzählens. 173 / / Zweiter Teil: Im Märchenland / >Hänsel und Greteh. 183 / "Rotkäppchen" 191 / >Hans und die Bohnenranke". 211 / Die eifersüchtige Königin in "Schneewittchen" und der / Ödipusmythos 224 / "Schneewittchen". 230 / "Goldilocks und die drei Bären" 249 / "Dornröschen". 261 / "Aschenputtel". 275 / Die Märchen vom Tierbräutigam. 324 / Das Ringen um die Reife . 324 / >Das Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu / lernen< 328 / Der Tierbräutigam . 330 / >Schneeweißchen und Rosenrot< 334 / >Der Froschkönig< 335 / >Amor und Psyche< 341 / >Das verzauberte Schwein< 347 / >Blaubart< 351 / >La Belle et la Bete< 356 / / Anhang / Anmerkungen. 369 / Bibliographie . 384 / Register . 388
 

Details

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Bettelheim, Bruno
Verfasser*innenangabe: Bruno Bettelheim ; aus dem Englischen von Liselotte Mickel und Brigitte Weitbrecht
Jahr: 2017
Verlag: München, Deutscher Taschenbuch Verlag
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Systematik: Suche nach dieser Systematik PN.E
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ISBN: 3-423-35028-8
2. ISBN: 978-3-423-35028-0
Beschreibung: Ungekürzte Ausgabe, 34. Auflage, 394 Seiten
Schlagwörter: Kind, Märchen, Psychoanalyse, Entwicklungspsychologie, Child (eng), Childhood (eng), Children (eng), Kinder, Kindesalter, Kindheit, Kindschaft, Psychoanalytische Therapie, Volksmärchen, Genetische Psychologie, Psychogenese <Entwicklungspsychologie>
Beteiligte Personen: Suche nach dieser Beteiligten Person Mickel, Liselotte; Weitbrecht, Brigitte
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The uses of enchantment
Fußnote: Literaturverzeichnis: Seite 384 - [387]
Mediengruppe: Buch