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5 von 35
Verdrängt der Homo oeconomicus den Homo communis?
Normbezogene Orientierungsmuster bei Akteuren mit unterschiedlicher Markteinbindung
VerfasserIn: Burkatzki, Eckhard
Verfasserangabe: Eckhard Burkatzki. Mit einem Geleitw. von Günter Albrecht
Jahr: 2007
Verlag: Wiesbaden, Dt. Univ.-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
 
Verlagstext:
Der Einfluss von Märkten auf die moralischen Orientierungen und Handlungen von Akteuren ist ein in vielen Kontexten diskutierter und problematisierter Sachverhalt. Prominent ist in diesem Zusammenhang die These, dass mit zunehmender Expansion der Märkte die individuelle Bereitschaft steigt, Aspekte des Gemeinwohls in seinem Handeln zu vernachlässigen. Das Orientierungsmuster des Homo oeconomicus mit seiner Leitwertorientierung an ökonomischen Erfolgszielen – so hier die Überlegung – verdränge mit zunehmender Markteinbindung die primär an Gemeinschaft und Gemeinwohl ausgerichteten Orientierungen des Homo communis. Eckhard Burkatzki untersucht diese These auf Grundlage einer empirischen Analyse der Leitwertorientierungen und normbezogenen Orientierungsmuster bei Angehörigen der Erwerbsbevölkerung. Seine Studie zeigt, dass einerseits das Ausmaß der Gemeinwohlorientierung bei Akteuren in Abhängigkeit von bestimmten Formen der Markteinbindung variiert.
 
/ AUS DEM INHALT: / / / Geleitwort V
Vorwort IX
Verzeichnis der Abbildungen XVII
Verzeichnis der Tabellen XXIII
1Einleitung 1
2Stand der Forschung 5
2.1 Konflikttheoretische Ansätze 6
2.1.1 Blumbergs "Predatory Society" 6
2.1.2 Ian Taylors "Kritische Kriminologie der Marktgesellschaft" 8
2.1.3 Kritik der konflikttheoretischen Ansätze 9
2.2 Integrationstheoretische Ansätze 10
2.2.1 Durkheims Konzept der sozialen Solidarität und der anormalen
Arbeitsteilung 11
2.2.2 Simmeis Analysen zur Wirkung des Geldes in der modernen Kultur 12
2.2.3 Götz Briefs' Konzept der "Grenzmoral" 14
2.2.4 Polanyis "Great Transformation" 14
2.2.5 Habermas' These von der Kolonialisierung der Lebenswelt 15
2.2.6 Die kommunitaristische Marktkritik 17
2.2.7 Marktkultur und Wertewandel 18
2.2.8 Kritik der integrationstheoretischen Ansätze 18
2.3 Markt und Moral im anomietheoretischen Betrachtungsrahmen 20
2.3.1 Sozialstruktur und Anomie bei Merton 20
2.3.2 Curries Analysen zu "Market, crime and Community" 22
2.3.3 Messner und Rosenfelds "Institutional Anomie Theory" 23
2.3.4 Marktakteure, "non-shareable problems" und die Rationalisierung und
Rechtfertigung delinquenter Handlungen (Sutherland, Cressey,
Coleman) 27
2.3.5 Grenzmoral und subterrane Werte des Marktes (Lüderssen, Blinkert
und Hagan) 29
2.3.6 Karstedts Analysen zur moralischen Ökonomie moderner
Marktgesellschaften 30
2.4 Fazit 32
3Konzeptualisierung 35
3.1 Begriffe und Definitionen 35
3.2 Theoretischer Bezugsrahmen: Mikro-Makro-Modell sozialen Handelns 37
3.2.1 Relation 1: Logik der Situation 43
3.2.1.1 Devaluation 45
3.2.1.2 Akkommodation 45
3.2.1.3 Penetration 46
3.2.2 Relation 2: Logik der Selektion 49
3.2'.2.1 Relation 2a: Orientierungsmuster und situationale
Orientierungen 52
3.2.2.2 Relation 2b: Situationale Orientierungen und
Handlungsbereitschaft 53
3.2.2.3 Relation 2c: Handlungsbereitschaft und delinquentes bzw
"prosoziales" Handeln 56
3.2.2.4 Relation 2d: Orientierungsmuster und Bereitschaft zu
delinquentem bzw"prosozialem" Handeln 56
3.2.2.5 Relation 2e: Orientierungsmuster und delinquentes bzw
"prosoziales" Handeln 58
3.2.3 Relation 3: Logik der Aggregation 59
3.3 Gesamtmodell 60
4Untersuchungsplan, Forschungsfragen und Hypothesen 63
4.1 Typen normbezogener Orientierungsmuster 63
4.2 Normbezogene Orientierungsmuster und die Logik der Selektion 64
4.2.1 Normbezogene Orientierungsmuster und delinquentes Handeln 64
4.2.2 Normbezogene Orientierungsmuster und "prosoziales" Handeln 65
4.3 Normbezogene Orientierungsmuster und die Logik der Situation 67
4.4 Normbezogenes Handeln und die Logik der Aggregation 67
4.5 Variablenmodell der Untersuchung 68
5Daten und Methoden 69
5.1 Erhebung 69
5.1.1 Ablauf der Erhebung 69
5.1.2 Aufbau des Fragebogens 71
5.1.3 Rücklaufquote, Fehlerkontrolle, Fragebogenselektion 72
5.2 Stichprobe 73
5.3 Operationalisierungen 74
5.3.1 Inklusion in die Strukturen des Marktes 75
5.3.1.1Merkmale der Einbindung in den Arbeitsmarkt 75
5.3.1.1.1 Erwerbsstatus75
5.3.1.1.2 Erwerbsgruppen^ugehörigkeit und berufliche Stellung 75
Inhalt XIII
5.3.1.1.3 Beschäftigungssektor77
5.3.1.2Merkmale der Einbindung in die Finanzmärkte 78
5.3.1.2.1 Aktien- und fondsbasierte Vermögensanlagen 78
5.3.1.2.2 Nutzung von Kreditkarten 79
5.3.1.3Einbindung in Konsumgütermärkte 79
5.3.2 Normbezogene Orientierungen 80
5.3.2.1 Analysen zur konvergenten Validität 82
5.3.2.1.1 Nomo^entrische Orientierungen 82
5.3.2.1.2Ökonomische Orientierungen 85
5.3.2.1.3 Kommunitär-gemeinschaftliche Orientierungen 89
5.3.2.2'Analysen zur diskriminanten Validität 91
5.3.3 Situationale Orientierungen - Handlungsmodell der Theory of
reasoned action 95
5.3.3.1 Vignette zum Insiderhandel 96
5.3.3.1.1 Verhaltensintention 97
5.3.3.1.2 Verhaltensbe^ogene Einstellungen 97
5.3.3.1.3 Subjektive Normen 100
5.3.3.2 Vignette zur Bewerbungssituation 102
5.3.3.2.1 Verhaltensintention 103
5.3.3.2.2 Einstellung ^um Verhalten 104
5.3.3.2.3 Subjektive Norm 106
5.3.3.3 Reformulierung der Hypothesen zur Determination
normbezogener Verhaltensintentionen in Anlehnung an die
TORA 108
5.3.3.4 Ergebnisse der Modellschätzung 108
5.3.4 Deviantes Verhalten - Verhaltensintention,
Entdeckungswahrscheinlichkeit und Verhaltenshäufigkeiten 111
5.3.4.1 Delinquenzbereitschaft und Deliquenzhäufigkeit 114
5.3.4.2 Sanktionsrisiko 120
5.3.5 "Prosoziale" Aktivitäten 123
5.3.6 Kontrollvariablen: Alter, Geschlecht und Bildung 127
5.4 Verfahren der Datenanalyse 127
6Ergebnisse 131
6.1 Forschungsfrage 1: Typen normbezogener Orientierungsmuster 131
6.1.1 Zur Reliabilität und Stabilität der Clustertypologie 135
6.1.2 Soziodemografische Profile der Clustertypen normbezogener
Orientierung 136
6.1.3 Theoretische Einordnung der Typologie 140
6.1.4 Fazit 142
6.2 Forschungsfrage 2: Situationale Handlungsorientierungen und
normbezogene Orientierungsmuster in Situationen delinquenter Gelegenheit 143
6.2.1 Subjektive Normen 143
6.2.2 Verhaltensbezogene Einstellungen 147
6.2.3 Verhaltensintention 155
6.2.4 Fazit 159
6.3 Forschungsfrage 3: Delinquenzbereitschaft und normbezogene
Orientierungsmuster bei verschiedenen Delikttypen 160
6.3.1 Fazit 166
6.4 Forschungsfrage 4: Delinquenzhäufigkeit und normbezogene
Orientierungsmuster bei verschiedenen Delikttypen 168
6.4.1 Zur Prävalenz der selbstberichteten Delinquenz 169
6.4.2 Zur Inzidenz der selbstberichteten Delinquenz 173
6.4.3 Fazit 181
6.5 Forschungsfrage 5: Situationale Handlungsorientierungen und
normbezogene Orientierungsmuster in Situationen des altruistischen
Normappells 181
6.5.1 Subjektive Normen 182
6.5.2 Verhaltensbezogene Einstellungen 185
6.5.3 Verhaltensintention 193
6.5.4 Fazit 197
6.6 Forschungsfrage 6: Ehrenamtliches Engagement und normbezogene
Orientierungsmuster 199
6.6.1 Bereichsübergreifende Prävalenz ehrenamtlichen Engagements 200
6.6.2 Mehrfachengagierte im Bereich ehrenamtlichen Engagements 202
6.6.3 Ehrenamtliches Engagement, differenziert nach
Engagementbereichen 205
6.6.4 Fazit 211
6.7 Forschungsfrage 7: Markteinbindung und normbezogene Orientierungen 212
6.7.1 Arbeitsmarkteinbindung und normbezogene Orientierung 212
6.7.1.1 Erwerbsstatus 212
6.7.1.2 Erwerbsgruppenzugehörigkeit 218
6.7.1.2.1 Auszubildende, Angestellte und Selbstständige 218
6.7.1.2.2 Berufliche Stellungsgruppen innerhalb der Erwerbsgruppe der Arbeiter 6.7.1.3 Öffentlicher Dienst 231
6.7.2 Einbindung in Finanzmärkte 236
6.7.2.1 Anteil an Aktien- und Fondsanlagen am Vermögen 236
6.7.2.2 Kreditkartennutzung 240
6.7.3 Einbindung in Konsumgütermärkte 244
6.7.4 Fazit 247
7Schlussbetrachtung 249
7.1 Zusammenfassung 250
7.2 Methodenkritische Reflexion 257
7.3 Diskussion und Ausblick 260
Literatur 263
Anhang 279
Anhang A: Fragebogen 279
Anhang B: Soziodemografische und sozial-ökonomische Strukturmerkmale
der Untersuchungsstichprobe 304
Anhang C: Durchführung der Clusteranalysen 312
Anhang D: Kriterien zur Auswahl der 5-Cluster-Lösung 315
Anhang E: Subtypologien für die Cluster der Desinteressierten und der
nonkonformen Kommunitaristen 320
Anhang F: Zur Reliabilität der Typologie normbezogener Orientierungen 321
Anhang G: Zur Stabilität der Typologie normbezogener Orientierungen 323
 
Details
VerfasserIn: Burkatzki, Eckhard
VerfasserInnenangabe: Eckhard Burkatzki. Mit einem Geleitw. von Günter Albrecht
Jahr: 2007
Verlag: Wiesbaden, Dt. Univ.-Verl.
Systematik: GW.AP
ISBN: 978-3-8350-6087-6
2. ISBN: 3-8350-6087-2
Beschreibung: 1. Aufl., XXIX, 337 S. : graph. Darst.
Beteiligte Personen: Albrecht, Günter [Geleitw.]
Fußnote: Zugl.: Bielefeld, Univ., Diss.
Mediengruppe: Buch