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28 von 50
Moral und Politik
VerfasserIn: Russell, Bertrand
Verfasserangabe: Bertrand Russell
Jahr: 1988
Verlag: Frankfurt am Main, Fischer Taschenbuch Verl.
Reihe: Fischer; 6573
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 19., Billrothstr. 32 Standorte: PI.T Russ Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Neben seinen philosophischen Forschungen hat sich Bertrand Russell zeitlebens auch mit Fragen der politischen Moral befaßt - jedoch keineswegs aus der Perspektive eines behaglichen Gelehrtendaseins. Dieses Interesse speiste sich vielmehr aus Russells nonkonformistischer Haltung, die ihn immer wieder in offene Konfrontation mit Religion, öffentlicher Meinung und staatlicher Macht führte. Der Krieg gegen das totalitäre Regime in Deutschland und der erste Einsatz von Atomwaffen veranlaßten ihn, seine ethischen Überlegungen erstmals systematisch darzustellen. Der erste Teil enhält die Umrisse einer nichtdogmatischen Ethik, die an das wohlverstandene Eigeninteresse der Menschen appelliert. Begriffe wie Sünde, Unrecht, Ehre, Gewissen und Autorität werden dabei einer kritischen Prüfung unterzogen. Im zweiten Teil überträgt Russell die gewonnenen Ergebnisse in die Sphäre der Politik: Auch hier seien magische Vorstellungen am Werk, die zu Nationalismus und Vergeltungsdenken führten. Im gemeinsamen, unbedingten Willen zur Vermeidung eines Krieges - im atomaren Zeitalter ein Gebot bloßer Selbsterhaltung - sieht Russell die große und zugleich letzte Chance der Verständigung, zwischen den feindlichen Wertsystemen. Das zweite Kapitel des zweiten Teils ist identisch mit dem Vortrag, den Russell in Stockholm anläßlich der Verleihung des Nobelpreises hielt. Bertrand Russell, geboren 1872, schrieb sein erstes Buch über die deutsche Sozialdemokratie (1896) und viele weitere gesellschaftskritische und philosophische Studien. 1950 wurde seine "Philosophie des Abendlandes" im Europa Verlag auf deutsch veröffentlicht. Im selben Jahr erhielt Russell den Nobelpreis für Literatur. Er starb 1970 in Wales. --- Bertrand Arthur William Russell, 3. Earl Russell (* 18. Mai 1872 bei Trellech, Monmouthshire, Wales; † 2. Februar 1970 in Penrhyndeudraeth, Gwynedd, Wales) war ein britischer Philosoph, Mathematiker und Logiker. Er unterrichtete unter anderem am Trinity College der Universität Cambridge, der London School of Economics, der Harvard University und der Peking-Universität und war Mitglied der Cambridge Apostles. 1950 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Russell gilt als einer der Väter der Analytischen Philosophie. Er verfasste eine Vielzahl von Werken zu philosophischen, mathematischen und gesellschaftlichen Themen. Zusammen mit Alfred North Whitehead veröffentlichte er die Principia Mathematica, eines der bedeutendsten Werke des 20. Jahrhunderts über die Grundlagen der Mathematik. Russell war Atheist und Rationalist. Als weltweit bekannter Aktivist für Frieden und Abrüstung war er eine Leitfigur des Pazifismus, auch wenn er selbst kein strikter Pazifist war. Sozialistischen Ideen stand er aufgeschlossen gegenüber. Bertrand Russells Werk lässt sich grob in drei Themen aufteilen, auf die er – trotz vieler Überschneidungen – in verschiedenen Phasen seines Lebens den Schwerpunkt seiner Arbeit legte. Während er in der ersten Hälfte seines Lebens hauptsächlich an den Grundlagen der Mathematik arbeitete, wandte er sich nach Fertigstellung der Principia Mathematica verstärkt philosophischen Fragen zu. Im letzten Drittel seines Lebens spielte sein politisches Engagement die Hauptrolle.
Details
VerfasserIn: Russell, Bertrand
VerfasserInnenangabe: Bertrand Russell
Jahr: 1988
Verlag: Frankfurt am Main, Fischer Taschenbuch Verl.
Systematik: PI.T
ISBN: 3-596-26573-8
Beschreibung: 206 S.
Reihe: Fischer; 6573
Originaltitel: Human society in ethics and politics <dt.>
Fußnote: Lizenz der Nymphenburger Verl.-Handlung, München
Mediengruppe: Buch