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Soll der Mensch biotechnisch machbar werden?
Eugenik, Behinderung und Pädagogik
VerfasserIn: Speck, Otto
Verfasserangabe: Otto Speck
Jahr: 2005
Verlag: München [u.a.], Reinhardt
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PN.L Speck / College 3e - Pädagogik Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Das Zeitalter der Biotechnik verheißt einen neuen Menschen, der sein Schicksal in die eigene Hand nehmen kann: Durch Eingriffe in sein Genom können erbliche Krankheiten oder Behinderungen verhindert werden. Die neue Eugenik tritt in einem liberalen Gewande auf und gibt sich hilfreich. Aber erzeugt sie nicht gerade über wirtschaftliche Interessen einen ungeheuren sozialen Druck?Gegenüber den euphorischen Verheißungen der neuen Eugenik will das Buch die gesellschaftlichen und pädagogischen Folgen aufzeigen, die sich aus einer in Aussicht gestellten Machbarkeit des Menschen und damit seiner Instrumentalisierung ergeben. Vor allem werden die folgende Risiken angesprochen: eine mögliche Schädigung des menschlichen Organismus, Relativierung der Menschenwürde, Reduzierung pädagogischer Verantwortlichkeit, mögliches Anwachsen behindertenfeindlicher Einstellungen, Verlust an allgemeiner Solidarität, eine Gefährdung des Systems rehabilitativer und sozialer Hilfen und die Gefahr einer Teilung der Gesellschaft. Gefordert wird ein Ethos der Menschenwürde und der Solidarität.
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
Vorwort 9
1 Aktuelle Problemstellung 11
2 Die alte Eugenik 17
2.1 Sozialdarwinismus 17
2.2 Vererbungsgesetze und Eugenik 21
2.3 Eugenik in den USA 22
2.4 Eugenik in Europa 25
2.5 Eugenik-Bewegung in Deutschland vor 1933 26
2.6 Eugenik und Pädagogen - Begabungsauslese durch
schulische Selektion 28
2.7 Heilpädagogik unter Eugenisierungsdruck 29
2.8 Vollzug eugenischer Ausmerze im Nationalsozialismus 32
2.9 Bilanz der ersten Phase - negative Eugenik 34
3 Die neue und liberale Eugenik 38
3.1 Aktuelle biotechnologische Herausforderungen 38
3.2 Die DNS-Revolution - Entdeckung der Gene 41
3.3 Das Genom als Experimentierfeld der Biound
Gentechnologie 43
3.4 Eugenik - ein verdecktes Projekt 44
3.5 Ziele und Motive der neuen Eugenik 46
3.5.1 Kostenersparnis 46
3.5.2 Heilung - Leidminderung 47
3.5.3 Verbesserung des Erbgutes 48
3.6 Die Verschleierung von Risiken und Gefahren 48
3.7 Interessen an eugenischen Entwicklungen 49
3.7.1 Wissenschaftliche Interessen 50
3.7.2 Wirtschaftlich-kommerzielle Interessen 52
3.7.3 Staatliche Interessen und Aufgaben 54
3.7.4 Private Interessen, Versicherungen und Arbeitgeber 55
6 Inhalt
3.8 Eugenik und Euthanasie 56
3.9 Leben auf dem Prüfstand der pränatalen Diagnostik 59
3.10 Selektion durch Präimplantationsdiagnostik 68
3.11 Menschen nach Maß - Basteln am Genom 72
3.12 Eingriffe mit Psychopharmaka 77
3.13 Die neue Eugenik, eine liberale Eugenik? 82
4 Sozio-kulturelle Implikationen 85
4.1 Bio-perfektionistisch reduzierte Lebensmodelle 85
4.2 Soziale Spaltungen 88
4.3 Veränderung der sozialen Einstellungen 91
5 Ethische Herausforderungen 98
5.1 Relativierte Menschenwürde? 99
5.2 Mensch-sein - ab wann? 104
5.3 Selbstbestimmung als Alleinbestimmung? 107
5.4 Gegen die menschliche Natur? 110
5.5 Die Koppelung von Eugenik und Ökonomie 115
6 Illusionen der Eugenik 118
6.1 Gene spulen keine Programme ab 118
6.2 Allgegenwart genomischer "Anomalien" 118
6.3 Unterschiedliche Funktionen gleicher Gene 119
6.4 Genische Bedingtheit der Intelligenz -
ein Buch mit sieben Siegeln 119
6.5 Die Eliminierung von Erbkrankheiten -
eine unendliche Geschichte 121
6.6 Der unmögliche Tausch - philosophische Aspekte 121
7 Pädagogische Aspekte 125
7.1 Behindertsein - eine menschliche Lebensvariante 125
7.2 Selektion 131
7.2.1 Selektion als schöpferisches Prinzip der Evolution 131
7.2.2 Selektion als soziale Exklusion 132
7.3 Anlage gegen Umwelt? 134
7.4 Gen-Egoismus gegen Altruismus? 140
Inhalt 7
7.5 Vereinseitigung des Eltern-Kind-Verhältnisses 145
7.5.1 Einseitige elterliche Verfügungsmacht 145
7.5.2 Pädagogische Konsequenzen 146
8 Zusammenschau und Perspektiven 149
8.1 Zusammenfassende Befunde 150
8.2 Erfordernisse 154
8.2.1 Offener Dialog aller Beteiligten und Betroffenen 155
8.2.2 Wahrung der Menschenwürde und Solidarität 158
Anhang 167
Ethische Grundaussagen der vier Fachverbände der Behindertenhilfe 167
Nürnberger Kodex '97 169
Literatur 173
Sachregister 181
 
 
 
Details
VerfasserIn: Speck, Otto
VerfasserInnenangabe: Otto Speck
Jahr: 2005
Verlag: München [u.a.], Reinhardt
Systematik: PN.L
ISBN: 3-497-01787-6
2. ISBN: 978-3-497-01787-4
Beschreibung: 183 S.
Schlagwörter: Eugenische Indikation, Medizinische Ethik, Pränatale Diagnostik, Behinderter Mensc, Lebensschutz, Bildungsrecht, Biotechnologie, Pädagogik, Bioethik, Behinderung, Bildungstheorie, Erziehung, Industrielle Mikrobiologie, Arzt / Ethik, Arzt / Ethos, Embryopathisch motivierter Schwangerschaftsabbruch , Fruchtschadensindikation, Heilberuf / Ethos, Kindliche Indikation, Medizin / Ethik, Medizinethik, Schwangerschaftsabbruch / Eugenische Indikation, Ärztliche Ethik, Ärztliches Ethos, Behinderte, Menschen mit Behinderungen, Schutz des Lebens, Versehrter, Bildungswesen / Recht, Biotech, Biotechnik, Erziehungswissenschaft, Erziehungswissenschaften, Pädagogischer Prozess, Technische Biochemie, Technische Biologie, Biomedizin, Geistig Behinderter, Bioverfahrenstechnik, Erlebnispädagogik, Geisteswissenschaftliche Pädagogik, Gentechnologie, Medienpädagogik, Schulpädagogik, Sonderpädagogik, Sozialpädagogik, Synthetische Biologie
Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturverz. S. 173 - 180
Mediengruppe: Buch