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64 von 72
Der Zeichentrickfilm
eine Einführung in die Semiotik und Narratologie der Bildanimation
Verfasserangabe: Matthias C. Hänselmann
Jahr: 2016
Mediengruppe: Buch
verfügbar (wo?)verfügbar (wo?)
Exemplare
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: KT.FA Häns / College 5a - Szene Status: Rücksortierung Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Der Zeichentrickfilm bedient heute alle Genres und Altersklassen. Im Laufe seiner über hundertjährigen Geschichte entwickelten sich unterschiedliche Techniken für seine Herstellung: Von der Animation auf Papierblätter gezeichneter Figuren der Anfangszeit bis hin zum computergestützten Animationsfilm unserer Tage. Zugleich bildeten sich unterschiedliche Möglichkeiten seiner Nutzung heraus: Er fand Verwendung als klassisches Unterhaltungsmedium (Disney), diente als Mittel experimenteller Filmkunst (Ruttmann, Fischinger) oder wurde zu didaktischen, wissenschaftlichen, propagandistischen und Werbezwecken genutzt. Je nach Einsatzgebiet entstanden andere Darstellungskonventionen, Kommunikationsstrategien und Argumentationsverfahren. Trotz seiner langen Tradition, seiner Vielseitigkeit und seiner spezifischen Darstellungsformen und Erzählweisen gibt es bis heute keine wissenschaftliche Grundlagenuntersuchung zum Zeichentrickfilm. Die Arbeit untersucht die produktionstechnischen, semiotischen und narrativen Charakteristika des animierten Films. Es werden narrative Unterhaltungsfilme ebenso berücksichtigt wie primär illustrative Musikvideos, experimentelle Kunstfilme genauso wie didaktische Animationen und ungegenständliche Zeichentrickfilme genauso wie figürliche. Ein Grundlagenwerk zur Analyse und Interpretation des Zeichentrickfilms. [Verlagsangabe]
 
INHALTSVERZEICHNIS
 
 
Einleitung 13
 
I. Ausgangslage und Grunddefinitionen
 
1. Zur Positionierung der vorliegenden Arbeit im Forschungskontext 19
1.1 Der aktuelle Forschungsstand 21
1.2 Bewertung der Forschungslage 25
 
2. Zur Definition von Animation 29
2.1 Definitorische Ausgangsprobleme 30
2.1.1 Bisherige Definitionsversuche 30
2.1.2 Weitere terminologische Probleme 33
2.2 Die kinematische Kunst im System der Künste 36
2.3 Die Unterscheidung von Realfilm und Animationsfilm 39
2.3.1 Filme mit nicht-wählbaren Zeitsyntagmen 40
2.3.2 Filme mit wählbaren Zeitsyntagmen 40
2.3.3 Präzisierung 41
2.4 Die Systematik der kinematischen Künste 43
2.5 Die Systematik der Animationskünste 46
2.5.1 Definition nach vorfilmischem Primärmaterial 46
2.5.2 Definition nach dem Aspekt des Fotografischen 48
2.6 Die wichtigsten Formen der Bildanimation 52
2.6.1 Die Systematik der Bildanimation 52
2.6.2 Zur Einordnung bestimmter generisch gebrauchter Begriffe 63
2.6.3 Animationswissenschaftliche Fachbegriffe 65
 
II. Die Grundlagen der allgemeinen Zeichentricksemiotik
 
1. Mediensemiotische Grundlagen 73
1.1 Die Materialisierung der Zeichentrickdiegese 75
1.2 Kommunikationstheoretisches Basismodell 76
1.2.1 Der Medienbegriff 77
1.2.2 Semiotische Grundbegriffe 78
1.2.3 Der Kontext eines medialen Textes 81
1.2.4 Aspekte der Medienkommunikation 82
1.2.5 Bedeutungsrelevante Aspekte eines Textes 85
 
2. Semiose und Semantisierung des Zeichentrickfilms 89
2.1 Die Semiose des Films 90
2.1.1 Die Fotografie als Grundeinheit des Films 91
2.1.2 Die Fotografie im Film 102
2.1.3 Der mediale Status des filmischen Bildes 110
2.2 Die Semiose des Zeichentrickfilms 111
2.2.1 Zur artefaktischen Dimension des Zeichentrickbildes 113
2.2.2 Ein kognitionssemiotisches Ikonizitätsmodell 120
2.2.3 Formen ikonischer Referenznahme 130
2.2.4 Zur technischen Dimension des Zeichentrickbildes 135
2.2.5 Das Zeichentrickbild als Filmbild 140
2.2.6 Der mediale Status des Zeichentrickfilms 145
 
III. Das Darstellungssystem des Zeichentrickfilms
 
1. Das diegetisch verschlossene Darstellungssystem des Zeichentrickfilms 149
1.1 Aspekte diegetischer Verschlossenheit im Zeichentrickfilm 150
1.1.1 Größenrelationen 151
1.1.2 Farbe 155
1.1.3 Raum und Zeit 157
1.1.4 Figur und Objekt 158
1.1.5 Medieninszenierung 161
1.2 Prinzipien der kognitiven und affektiven Elementarrezeption 165
1.3 Der Kommunikationsmodus der zeichentrickdiegetischen Darstellung 173
 
2. Die Systematik der zeichentrickdiegetischen Basiseinheiten 179
2.1 Die visuellen Grundelemente zur Erzeugung einer Zeichentrickdiegese 181
2.1.1 Das Filmbildfeld als Grundlage und Strukturbasis aller filmischen Elemente 182
2.1.2 Die Elemente des Filmbildfelds 185
2.1.2.1 Die grafischen Basiseinheiten der Zeichentrickdiegese 186
2.1.2.2 Die malerischen Basiseinheiten des Zeichentrickfilms 194
2.1.2.3 Wechsel in der Darstellungsart 201
2.1.3 Die Organisation der visuellen Grundelemente 203
2.1.3.1 Die räumliche Organisation 203
2.1.3.2 Die zeitliche Organisation 206
2.1.3.3 Bewegung und diegetischer Raum 219
2.2 Die akustischen Komponenten des Zeichentrickfilms 226
2.2.1 Der Tonbereich dient dem Bildbereich 227
2.2.2 Der Tonbereich dominiert den Bildbereich 236
2.2.3 Tonbereich und Bildbereich symbiotisieren 241
2.2.3.1 Semiotische Aspekte der Musik 241
2.2.3.2 Ton-Bild-Symbiose im abstrakten Zeichentrickfilm 243
2.2.3.3 Ton-Bild-Symbiose im figurativen Zeichentrickfilm 259
2.2.4 Identität von Ton und Bild 272
 
IV. Das diegetische System des Zeichentrickfilms
 
1. Der zeichentrickdiegetische Raum 279
1.1Die Aspekte des zeichentrickanalytischen Raumbegriffs 280
1.2 Die diegetisch-topografischen Darstellungsrelationen im Zeichentrickfilm 282
1.2.1 Das filmische Off im Zeichentrickfilm 282
1.2.2 Schachtel- und Mehrfachkadrierungen 283
1.3 Die unterschiedlichen Formen der Filmbildfeldkonzeption 292
1.3.1 Das extensional absolute Filmbildfeld 292
1.3.1.1 Das zweidimensionale, extensional absolute Filmbildfeld 294
1.3.1.2 Verfahren zur Erzeugung eines dreidimensionalen Raumeindrucks 296
1.3.1.3 Das dreidimensionale, extensional absolute Filmbildfeld 306
1.3.2 Das extensional relative Filmbildfeld 307
1.3.2.1 Das zweidimensionale, extensional relative Filmbildfeld 308
1.3.2.2 Das dreidimensionale, extensional relative Filmbildfeld 309
1.3.3 Kombinationen 310
1.4 Die Erscheinungsformen des zeichentrickdiegetischen Raums 311
1.4.1 Die 0-Fläche 313
1.4.2 Der Flächen-Raum 314
1.4.3 Der 0-Raum 314
1.4.4 Der Kulissen-Raum 315
1.4.5 Der Fassaden-Raum 318
1.4.6 Der Tiefen-Raum 322
1.4.7 Der flüssige Raum 326
1.4.8 Der figurale Raum 328
1.4.9 Sonderfälle der Raumorganisation 330
1.4.10 Weiterführende Überlegungen 336
1.5 Die Organisations- und Funktionsprinzipien zeichentrick-diegetischen Raums 339
1.5.1 Der konsistente Raum 340
1.5.2 Der inkonsistente Raum 341
 
2. Zeit im Zeichentrickfilm 353
2.1Die narrative Präsentation der diegetischen Zeit 354
2.1.1 Die chronologische Erzählstruktur 355
2.1.2 Die achronologische Erzählstruktur 356
2.1.3 Die achronische Erzählstruktur 358
2.1.4 Die symbolische Zeitdarstellung 359
2.2 Die diegetische Zeitorganisation 361
2.2.1 Das singuläre Raum-Zeit-Modul mit linear-kontinuierlicher Zeitstruktur 362
2.2.2 Das singuläre Raum-Zeit-Modul mit diskontinuierlicher Zeitstruktur 362
2.2.3 Das multiple Raum-Zeit-Modul 367
2.3 Die Zeitorganisation in Relation zum Rezeptionszeitpunkt 370
 
3. Die diegetischen Elemente des Zeichentrickfilms 373
3.1 Allgemeine Einteilungsproblematik 374
3.2 Die Stufen der diegetischen Semiose 378
3.2.1 Die Stufe der Gestalt 379
3.2.2 Die Stufe der Bewegung - Figur und Objekt 381
3.3 Figur und Objekt im Kontext der Handlung 384
3.3.1 Die zeichentrickdiegetische Handlung 384
3.3.2 Die Handlung als Emotionsindikator 386
3.3.3 Besonderheiten des Objektbegriffs 387
3.3.4 Übergänge von Figur und Objekt am Beispiel des Schattens 390
3.4 Privilegierte und unprivilegierte Figuren 398
3.4.1 Kategorisierungsproblematik zeichentricklicher Figuren 398
3.4.2 Narrative Privilegiertheit 400
3.4.3 Der Einfluss der Morphologie 403
3.5 Anwendungsbeispiele des zeichentricknarratologischen Objekt- und Figurenbegriffs 404
 
V. Die Grundlagen der Zeichentricknarratologie
 
1. Die Systematik der zeichentrickdiegetischen Transformationen 415
1.1 Die Transformation von Figuren 416
1.1.1 Zum Begriff der Transformation 419
1.1.2 Die Substanz der Figur 420
1.1.3 Die psychische Dimension der Zeichentrickfigur 422
1.1.4 Die Normform und die normative Schwelle 426
1.1.5 Das Potential 427
1.1.6 Klassifikationssystem der Figurentransformation 429
1.1.7 Der narratologisch-semantische Stellenwert von Figurentransformationen 431
1.1.7.1 Voraussetzungen einer Transformation 431
1.1.7.2 Die sujethafte Figurentransformation 433
1.1.7.3 Die sujetlose Figurentransformation 434
1.1.7.4 Zur theoretischen Einordnung des Transformationskonzepts 436
1.1.8 Die psychische Figurentransformation 437
1.1.9 Beispiele für Figurentransformationen 440
1.1.9.1 Beispiele sujethafter Figurentransformationen 441
1.1.9.2 Beispiele sujetloser Figurentransformationen 442
1.1.10 Der Sonderfall der akustischen Transformation 450
1.1.11 Grenzfälle 451
1.1.12 Die Auswirkungen der Transformationsarten auf die narrative Struktur 453
1.2 Die Transformation von Objekten 457
1.2.1 Die diegetisch tatsächliche Objekttransformation 457
1.2.1.1 Die sujetlose Objekttransformation 458
1.2.1.2 Die sujethafte Objekttransformation 458
1.2.1.3 Die diegetisch tatsächliche Objektbelebung 462
1.2.2 Die metaphorische Objekttransformation 464
1.2.2.1 Die figurengebundene metaphorische Objekttransformation 465
1.2.2.2 Die metaphorische Objektbelebung 467
1.2.2.3 Die allegorische Objektbelebung 468
1.3 Die Transformation der topografischen Ordnung 469
1.3.1 Die Objektversetzung 470
1.3.2 Die Objekttransformation 470
1.3.3 Transzendenzräume 472
1.4Die Transformation der semantischen Struktur 475
 
2. Zeichentrickspezifische Kommunikationsverfahren 481
2.1 Zeichentrickliche Synthetik 483
2.1.1 Die Synthese von Figuren 485
2.1.2 Die Synthese von Gegenständen 486
2.1.3 Die Synthese von Tiergestalten 488
2.1.4 Die radikale Synthetik 490
2.1.5 Der Sonderfall der akustisch-visuellen Synthetik 491
2.2 Zeichentrickliche Metaphorik 492
2.2.1 Das transmediale Metaphermodell 492
2.2.2 Metaphern im Zeichentrickfilm 497
2.2.3 Aspekte zeichentricklicher Metaphorik 502
2.2.3.1 Die strukturelle Basis zeichentricklicher Metaphorik 503
2.2.3.2 Arten zeichentrickmetaphorischer Bezugnahme 513
2.3 Zeichentrickliche Symbolik 522
2.3.1 Konventionelle Symbolik 523
2.3.2 Kreative Symbolik 528
2.4 Zeichentrickliche Diagrammatik 532
2.5 Generalisierende Referenznahme im Zeichentrickfilm 538
2.5.1 Die kreativ-symbolische Generalisierung 538
2.5.2 Die exemplarische Generalisierung 542
2.5.3 Die elementar-prototypische Generalisierung 542
2.6 Die Flexibilität der zeichentricklichen Darstellungsmodi 544
2.7 Zeichentrickliche Abstraktion 545
2.7.1 Darstellerische Abstraktion 547
2.7.2 Argumentatorische Abstraktion 550
2.7.3 Funktionen darstellerischer Abstraktion im Zeichentrickfilm 555
2.7.3.1 Explikation 557
2.7.3.2 Optische Ambiguisierung 558
2.7.3.3 Abstraktion als Mittel zur argumentativen Konstruktion 560
2.7.3.4 Erleichterung von Bewegung und Figurentransformationen 566
2.7.3.5 Schaffung und Eliminierung von Identifikationsmöglichkeiten 570
2.7.3.6 Konkretisierung und Detailschock 583
2.7.4 Sonderfälle darstellerischer Abstraktion 587
2.8 Zeichentrickliche Realistik 591
2.8.1 Die Dimensionen zeichentricklicher Realistik 592
2.8.2 Mediatisierende Gestaltungsverfahren zur formalen Realismussteigerung 598
2.8.3 Diegetische Darstellungsverfahren zur formalen Realismussteigerung 602
2.8.3.1 Der diegetische Raumeindruck 602
2.8.3.2 Die diegetische Unschärfe 617
2.8.3.3 Die Figuren- und Objektdarstellung 627
2.9 Zentrale handlungslogische Gesetze des Zeichentrickfilms 633
2.9.1 Das Gesetz der materiellen Identität 633
2.9.2 Das Gesetz der Fläche 636
2.9.3 Der Verstoß gegen selbst etablierte Regeln 637
2.9.4 Das Gesetz der Affizierung 638
 
VI. Resümee 643
 
VII. Anhang
Literaturverzeichnis 651
Filmografie 671
Abbildungsnachweis 680
 
Details
VerfasserInnenangabe: Matthias C. Hänselmann
Jahr: 2016
Systematik: KT.FA
ISBN: 978-3-89472-991-2
2. ISBN: 3-89472-991-0
Beschreibung: 682 Seiten : Illustrationen
Sprache: ---
Fußnote: Filmografie: Seite 671-679
Mediengruppe: Buch