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Religio duplex
ägyptische Mysterien und europäische Aufklärung
VerfasserIn: Assmann, Jan
Verfasserangabe: Jan Assmann
Jahr: 2010
Verlag: Berlin, Verl. der Weltreligionen
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PR.ADT Assm / College 3g - Religionen, Esoterik Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Im 17. Jahrhundert schlägt die Geburtsstunde der Religionswissenschaft. Sie entsteht aus der Frage nach der Herkunft der Götter, des Polytheismus, der "Idolatrie". Der Monotheismus, darin war man sich einig, bildete die Urreligion: Das war nicht die Religion der Offenbarung, sondern die Religion der Natur und der Vernunft, die allen Menschen gemeinsam und auch in allen heidnischen Religionen aufspürbar ist. Die Vielgötterei entstand erst mit den Staaten; denn Herrschaft braucht die Götter, um dem Volk politische und moralische Orientierung zu geben. Unter diesen Bedingungen zog sich die Urreligion in den Untergrund zurück: So entstanden die Mysterien.Grundmodell dieser Entwicklung ist das Alte Ägypten, der erste Staat der Geschichte, in dem sich diese religiöse Doppelstruktur besonders klar ausprägte. Die Ägypter hatten zwei Schriften, so las man es bei den Griechen: eine fürs Volk, eine für die Mysterien, und sie bauten über der Erde für die offizielle und unter der Erde für die geheime Religion, nämlich den Kult der verschleierten Isis, in der man Spinozas Deus sive Natura erkannte: oben also die vielen Götter, unten der Gott der Philosophen. In dieses Bild blickten die Geheimgesellschaften wie in einen Spiegel.
Details
VerfasserIn: Assmann, Jan
VerfasserInnenangabe: Jan Assmann
Jahr: 2010
Verlag: Berlin, Verl. der Weltreligionen
Systematik: PR.ADT
ISBN: 978-3-458-71032-5
2. ISBN: 3-458-71032-9
Beschreibung: 1. Aufl., 507 S.
Sprache: ger
Fußnote: Literaturverz. S. 446 - 483
Mediengruppe: Buch