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Alles Boulevard
wer seine Kultur verliert, verliert sich selbst
VerfasserIn: Vargas Llosa, Mario
Verfasserangabe: Mario Vargas Llosa. Aus dem Span. von Thomas Brovot
Jahr: 2013
Verlag: Berlin, Suhrkamp
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Was einmal Kultur war, ist heute Spektakel, ein kunterbunter Amüsierbetrieb, leerer Lärm. Doch wie ist es dazu gekommen? Und was können wir dagegen tun? In seiner fulminanten Gegenwartsanalyse zeichnet Mario Vargas Llosa einige der tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte nach und findet Gegengift in überraschend vitalen Tugenden. Der totale Boulevard, die Dreistigkeit der Politik, die frivole Banalisierung nahezu aller Lebensbereiche – Kultur wird heute systematisch verramscht. Und zwar als Folge eines Prinzips, über das weltweit Einigkeit zu herrschen scheint: dass Unterhaltung und Spaß unser allerhöchstes Gut zu sein hätten. Pointiert, leidenschaftlich und ohne Scheu vor hartkantigen Überzeugungen setzt sich der Nobelpreisträger und Weltbürger mit den vielgestaltigen Manifestationen dieser Tendenz auseinander – wachen Blickes streift er durch die Galerien und Museen, liest die Bücher und Illustrierten, sieht Fernsehen und Serien, schaut den Politikern auf die Finger. Und Vargas Llosa sondiert die Möglichkeitsbedingungen einer alternativen Haltung. Gegen das Primat der gängigen globalen Zerstreuungskultur setzt er so Anspruch und Wertebewusstsein, gegen die grassierende Beliebigkeit eine Idee des Kanons, gegen die ideologischen Formatierungen durch »political correctness« ermutigt er zu Reflexion und geistiger Autonomie. »Alles Boulevard« ist ein so unbequemes wie notwendiges Buch, das ganz zur rechten Zeit kommt.
"Armer Mario! Kein Wunder also, dass nun die Abrechnung mit der „Kultur des Spektakels“ kommt, obwohl der Bestseller-Autor mit bekannter wirtschaftsliberaler Haltung, der sich an sämtlichen Genres versucht hat, letztendlich selbst zu ihrer Blüte beigetragen hat. Gegen die massenweise weltweite Vermarktung der eigenen Bücher hat Vargas Llosa nichts einzuwenden, und die Frage, warum seine Bücher zur Unterhaltung gelesen werden, scheint ihn kaum zu tangieren. Prinzipiell mag es lobenswert sein, dass sich ein Romanautor für diese Breite an kulturellen Themen interessiert und in bekannter Manier stilistisch brilliert. Bedauernswert ist nur das mangelnde Verständnis für den natürlichen Wandel und die Dynamik von Kultur: Kulturpessimismus entsteht wohl immer als Reaktion auf ein Gefühl der Exklusion. Der deutsche Untertitel könnte ein Selbstbekenntnis des Autors sein: Wer seine Kultur verliert, verliert sich selbst."
© literaturkritik.de  
 
Inhalt
 
 
Metamorphose eines Wortes 9
I Die Kultur des Spektakels 31
Vorgeschichte:
Elefantenkacke 59
II Kleiner Diskurs über die Kultur 65
Vorgeschichte:
Die Stunde der Scharlatane 76
III Verbieten verboten 83
Vorgeschichte:
Das islamische Kopftuch 100
IV Das Verschwinden der Erotik 109
Vorgeschichte:
Der Maler im Bordell 122
Kalter Sex 128
V Kultur, Politik und Macht 135
Vorgeschichte:
Das Private und das Öffentliche 160
VI Das Opium des Volks 167
Vorgeschichte:
Das Zeichen des Kreuzes 200
Verteidigung der Sekten 206
Schlussgedanken 213
Vorgeschichte:
Mehr Information, weniger Wissen 222
Danksagung 229
 
Details
VerfasserIn: Vargas Llosa, Mario
VerfasserInnenangabe: Mario Vargas Llosa. Aus dem Span. von Thomas Brovot
Jahr: 2013
Verlag: Berlin, Suhrkamp
Systematik: GS.O
ISBN: 978-3-518-42374-5
2. ISBN: 3-518-42374-6
Beschreibung: 1. Aufl., 226 S.
Originaltitel: La civilización del espectáculo <dt.>
Mediengruppe: Buch