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Subsistenz und Widerstand
Alternativen zur Globalisierung
Verfasserangabe: Claudia von Werlhof ... (Hg.). [Aus dem Engl. übers. von Gerhard Scholz ...]
Jahr: 2003
Verlag: Wien, Promedia
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Wer an Sinn und Erfolg der Globalisierung zweifelt, bekommt oft denselben Satz zu hören - ob belehrend oder bedauernd: "Es gibt keine Alternative." Mit diesem scheinbar gottgegebenen Mythos räumen eine Reihe bekannter AutorInnen auf. Ausgehend von ökofeministischen Ansätzen geht es anfangs um theoretische Grundlagen einer "Subsistenzperspektive" als Alternative zum globalisierten kapitalistischen Patriarchat. Subsistenz bedeutet Orientierung auf die reichhaltige Versorgung statt des global proklamierten Kampfs um den Profit. Der zweite Teil analysiert Globalisierung als Form einer Kolonisierung, gegen die weltweiter Widerstand stattfindet. Es werden Beispiele aus Indien, Melanesien, Australien, Afrika und Kanada behandelt. In der Landwirtschaft sind es die Agrarkonzerne, die mit Patentrechten, "Bio-Piraterie", Agrarchemie und Genmanipulation neue Hungerkatastrophen und ökologische Verwüstung herbeiführen. Bergbaukonzerne versuchen, das heimische kommunale Landnutzungsrecht zu zerstören, wobei sie die Hilfe der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF), aber auch anderer großer Nichtregierungsorganisationen in Anspruch nehmen. Generell werden so genannte "wilde Ressourcen" unentgeltlich angeeignet und dem gemeinschaftlichen Gebrauch entzogen. Die koloniale Übernahme der Kontrolle von Land, Nahrungsmitteln und Subsistenz wird mit Korruption und Gewalt durchgesetzt.Dem halten die AutorInnen entgegen, dass die zum Teil noch vorhandene oder wieder aufgebaute Vielfalt indigener Produktionsmethoden und Marktzusammenhänge eine gute lokale Versorgung gewährleistet, keine Verschuldung nach sich zieht und ein "Wissenssystem" darstellt, das einen völlig anderen Umgang mit Mensch und Natur beinhaltet und Herrschaftsmethoden ablehnt. Abschließend geht es um die Verteidigung von Subsistenz in der Praxis. Die Beispiele stammen aus Mexiko, Bangladesh, Großbritannien und Deutschland. Graswurzel-Bewegungen versuchen, das Leben basisdemokratisch und an der Eigenmacht der Menschen orientiert zu gestalten. Für alle, die nicht daran glauben, dass die neoliberale Globalisierung unser unvermeidliches Schicksal ist, bietet dieses Buch Beispiele, die Mut machen, sowie eine solide Grundlage zur Formulierung eigener Ideen und zum Beschreiten eigener Wege, damit die Menschen ihre Zukunft selbst gestalten können.
 
/ AUS DEM INHALT: / / / TEIL I: ZUR THEORIE DES KAPITALISTISCHEN PATRIARCHATS UND DER
SUBSISTENZ / MARIA MIES
Über die Notwendigkeit, Europa zu entkolonisieren19 / CLAUDIA VON WERLHOF
Fortschritts-Glaube am Ende? Das kapitalistische Patriarchat als
"Alchemistisches System" 41 / SARAL SARKAR
Nachhaltige Entwicklung: Der vergebliche Rettungsversuch für eine
sterbende Illusion 69 /
TEIL II: WIDERSTAND GEGEN DIE GLOBALISIERUNG I: DER KAMPF GEGEN DEN
NEUEN KOLONIALISMUS / VANDANA SHIVA
Globalisierung und Armut 87 / NICHOLAS GFARACLAS
Melanesien, die Banken und die BINGOs: Echte Alternativen gibt es
überall (außer in den Aktentaschen der Berater) 97 / SUSAN HAWTHORNE
Der Zusammenprall von Wissenssystemen: Lokale Vielfalt an den
Ursprüngen versus globale Gleichförmigkeit am Markt 108 / RENATE KLEIN
Der globalisierte Körper im 21Jahrhundert: Die endgültige
patriarchale Machtergreifung? 122 / TERISA ETURNER UND LEIGH SBROWNHILL
"Frauen haben niemals kapituliert': Die Mau-Mau und die Globalisierung
von unten, Kenia 1980-2000 138 / SILVIA FEDERICI
Krieg, Globalisierung und Reproduktion 167 / THERESA WOLFWOOD
Seattle: Wie Globalisierung und Militarisierung zusammengehören 180 /
TEIL III: WIDERSTAND GEGEN DIE GLOBALISIERUNG II: SUBSISTENZ IN DER
PRAXIS / GUSTAVO ESTEVA
Mexiko: Unseren eigenen Weg gemeinsam mit den Graswurzelbewegungen
finden 189 / HELENA NORBERG-HODGE
Lokale Lebensadern: Gegen Globalisierung - für Lokalisierung 202 / FARIDA AKHTER
Verteidigung der Subsistenz in Bangladesh: Nayakrishi Andolon und die
Bewegung für ein glückliches Leben 213 / CHRISTA MÜLLER
Die interkulturelle Perspektive im Spannungsfeld von Subsistenz und
Nachhaltigkeit 220 / ELISABETH MEYER-RENSCHHAUSEN
Die Krise als Chance - Gemeinschaftlich betriebene Biolandschaften in
der Region Berlin-Brandenburg 232 / VERONIKA BENNHOLDT-THONISEN
Wovon leben unsere Städte wirklich? Subsistenzorientierung statt
Geldorientierung 242 /
Autorinnen und Autoren 255 /
 
Details
VerfasserInnenangabe: Claudia von Werlhof ... (Hg.). [Aus dem Engl. übers. von Gerhard Scholz ...]
Jahr: 2003
Verlag: Wien, Promedia
Systematik: GW.S
ISBN: 3-85371-205-3
Beschreibung: 1. Aufl., 256 S. : graph. Darst.
Mediengruppe: Buch