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27 von 194
Von der lokalen Ökonomie zum globalisierten Dorf
bäuerliche Überlebensstrategien zwischen Weltmarktintegration und Regionalisierung
VerfasserIn: Müller, Christa
Verfasserangabe: Christa Müller
Jahr: 1998
Verlag: Frankfurt [u.a.], Campus-Verl.
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GW.WL Mül / College 6x - Magazin: bitte wenden Sie sich an die Infotheke Status: Entliehen Frist: 04.10.2021 Vorbestellungen: 0
Inhalt
Viele Handwerker und Bauern haben im Zuge einer fortschrittsorientierten Agrarpolitik ihre wirtschaftlichen Freiräume verloren. Wie wurden aus eigenständigen Produzenten konsumierende Lohnabhängige? Wieso ließen sie für das Versprechen eines leichteren und modernen Lebens die solidarische Gemeinschaft des Dorfes hinter sich? Am Beispiel der westfälischen Kleinstadt Borgenteich geht Christa Müller diesen Fragen nach. In dieser spannenden Analyse führt sie die häufig destruktiven Effekte der Globalisierung vor Augen und gibt zugleich neue Impulse für eine soziale und ökologische Regionalentwicklung. (Verlagstext)
Aus dem Inhalt:
 
Zur Einbettung der Ökonomie in die Gesellschaft (Karl Polanyi) - Die lokale Ökonomie als Moral Economy - Der Niedergang der lokalen Ökonomie - Bäuerliche Überlebensstrategien im globalisierten Dorf - Kritik am globalen Markt aus regionaler Sicht.
 
 
 
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
 
 
Einleitung 9
Fragestellung und Inhalt 9
Methoden und Methodologie 18
Dank 26
1Zur Einbettung der Ökonomie in die Gesellschaft 27
Zum Verhältnis von Ökonomie und Gesellschaft bei Polanyi 27
Der selbstregulierende Markt als Institution 30
Die soziale Dimension ökonomischen Handelns 34
Die Debatte um Polanyis Einbettungsansatz 37
"Network analysis" contra Polanyis Kategorie
des selbstregulierenden Marktes 38
Zur unterschiedlichen sozial-integrativen Qualität
von Einbettungstypen 39
Entbettung als historischer Prozeß 43
Soziale Marktwirtschaft als Moral Economy? 44
Markt ohne Subsistenz - Subsistenz ohne Markt? 46
Exkurs: Ein anderer Umgang mit Geld oder: Produktion
für die Verschwendung in Juchitän 49
Resümee 52
2Die lokale Ökonomie als Moral Economy 55
Die agrarsoziologische Debatte um Tradition und Moderne 55
Das Untersuchungsgebiet: Borgentreich in Westfalen 59
Berufe und Erzeugnisse der lokalen Ökonomie Borgentreichs 61
Die Haus- und Hofwirtschaft der Frauen 68
Zusätzliche Arbeitskräfte: Knechte und Mägde 69
Tauschverhältnisse in der lokalen Ökonomie 70
Die Jahresabrechnung 70
Der Kauf "auf Buch" 72
Funktion des Geldes und Umgang mit Geld in der
einfachen Warenproduktion 73
Zum Begriff der Moral Economy 77
Kein Recht auf Geld 78
Traders' Dilemma und Free-Rider-Verhalten 80
Reziprozität: alltagsstrukturierendes Prinzip der
lokalen Ökonomie 83
Kooperation und Konkurrenz unter Handwerkern und
kleinen Geschäftsleuten 86
3Der Niedergang der lokalen Ökonomie 88
Die Vorgaben der Agrarpolitik 89
Kurzer Abriß der Agrarpolitik der Nachkriegszeit 90
Auswirkungen auf die lokale Ökonomie in Borgentreich 93
Konzentrationsprozesse im Molkereisektor 94
Die Hygieneverordnung in der Milchproduktion 95
Milchquoten-Marktordnung: Angriff auf die Selbstvermarktung 96
Modernisierungszwänge in der Beratungspolitik der
Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe 98
Die Ebene des Handelns 100
Der unspektakuläre Wandel 100
Die Entstehung der Gegenpole Produktion und Konsumtion
und ihre Folgen 102
Die Warenwelt und die weite Welt 102
Der Traum von der Unabhängigkeit: Konsum ohne
soziale Verpflichtung 105
Aus Kooperation wird Konkurrenz 113
"Das Eintönige ist nicht jedem gegeben." Der Handwerkerstolz 115
"Wir müssen uns fügen der neuen Zeit."
Fortschritt als historisches Diktat? 120
Der Umgang mit sozialen Unterschieden 124
Subsistenzkultur und Spiritualität 127
Zur "Verbürgerlichung" der bäuerlichen Lebensweise 129
Die Wertlosigkeit der weiblichen Subsistenzproduktion:
"Die Frau war eine Magd im Hause." 132
Frauen heute: Krankenschwestern und Sekretärinnen der
vollautomatisierten Höfe 135
Fazit 137
4Bäuerliche Überlebensstrategien im globalisierten Dorf140
Modernisierer aus Überzeugung: Der neoliberale Einzelkämpfer 142
Modemisierer aus Zwang - "Man muß besser sein als die andern" 149
Neue Subsistenzorientierung in der Landwirtschaft 153
Kein Wachstum um jeden Preis: Bäuerin G 159
Bauer oder Agrarunternehmer? 161
Kennzeichen der bäuerlichen Wirtschaftsweise 161
Naturverhältnis und bäuerliche Produktion:
Die Rolle der Gefühle 164
Ökonomische Beziehungen im globalisierten Dorf 174
Monetarisierung der Reziprozität - Entökonomisierung
der Subsistenz 176
Pseudoformen der Kooperation 181
5Kritik am globalen Markt aus regionaler Sicht 183
Der Ansatz der nachhaltigen Regionalentwicklung 185
Nachhaltigkeit auf regionaler Ebene 185
Zur Definition einer Region 189
Neue Formen von Regionalität in Borgentreich 190
Die Bürgerinitiative "Eine Region denkt um" 190
Eine Molkerei in Bauernhand 194
Regionalisierung als Alternative zur Globalisierung:
Ökonomische Argumente 196
Zwang zur Externalisierung sozialer und ökologischer Kosten 196
Wachstumszwang durch das "Gewinn-Zinsprinzip" 199
Regionale Grenzen versus schrankenloser Freihandel 201
6Exkurs: Sustainability und Wachstum 206
Schlußbetrachtung 217
Anhang 220
Literatur 221
 
 
 
 
 
Details
VerfasserIn: Müller, Christa
VerfasserInnenangabe: Christa Müller
Jahr: 1998
Verlag: Frankfurt [u.a.], Campus-Verl.
Systematik: GW.WL
ISBN: 3-593-36121-3
Beschreibung: 232 S.
Mediengruppe: Buch