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Anatomie der menschlichen Destruktivität

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Fromm, Erich
Verfasser*innenangabe: Erich Fromm. [Vom Autor autorisierte Übersetzung aus dem Amerikanischen von Liselotte und Ernst Mickel]
Jahr: 2015
Verlag: Reinbek bei Hamburg, Rowohlt
Reihe: Rororo; 17052
Mediengruppe: Buch
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Inhalt

Konrad Lorenz erklärte die menschliche Aggression zum Naturgesetz, zum angeborenen Trieb, der vielleicht zu kanalisieren, aber nicht zu unterbinden sei. Ihm erteilt Erich Fromm, einer der bedeutendsten Sozialpsychologen unserer Zeit, eine radikale Absage. Er beschriebt detailliert - am eindringlichsten in den brillanten Studien zu Stalin, Himmler und Hitler -, aus welchen individuellen und sozialen Ursachen die Unfähigkeit, zu lieben und sich rational zu verhalten, erwächst und wie sie notwendig zu der Leidenschaft führt, Leben entweder absolut zu kontrollieren oder zu vernichten. Krieg, Gewalttätigkeit, Verbrechen haben ein Ausmaß erreicht, das die Aufdeckung ihrer Ursachen zu einer Frage des Überlebens macht. Keine Lösung, allenfalls Entlastung für das schlechte Gewissen, bietet die These, mit der Konrad Lorenz berühmt wurde. Er erklärte die menschliche Aggression zum Naturgesetz, zum angeborenen Trieb, der vielleicht zu kanalisieren, aber nicht zu unterbinden sei. Ihm erteilt Erich Fromm, einer der bedeutendsten Sozialpsychologen unserer Zeit, eine radikale Absage.
Er beschreibt detailliert - am eindringlichsten in den brillanten Studien zu Stalin, Himmler und Hitler -, aus welchen individuellen und sozialen Ursachen die Unfähigkeit, zu lieben und sich rational zu verhalten, erwächst und wie sie notwendig zu der Leidenschaft führt, Leben entweder absolut zu kontrollieren oder zu vernichten.
 
Die "Anatomie der menschlichen Destruktivität" ist ein epochemachendes Werk von größter empirischer Sorgfalt und höchster theoretischer Originalität. Es ist eine Verteidigung der menschlichen Würde, ein wohlbegründeter Appell an die Menschheit, ihr Leben und dessen gesellschaftspolitische Bedingungen zu verändern.
 
Erich Fromm, Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, wurde am 23. März 1900 in Frankfurt am Main geboren. Nach seiner Promotion in Soziologie 1922 in Heidelberg kam er mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds in Berührung und wurde Psychoanalytiker. 1933 emigrierte er in die USA, wo er an verschiedenen Instituten lehrte, und anschließend, von 1950 bis 1974, an der Universität von Mexiko City unterrichtete. Er starb 1980 in Locarno in der Schweiz.
 
Inhalt
 
Vorwort 9
Terminologie 13
Einleitung
Die Instinkte und die menschlichen Leidenschaften 17
 
ERSTER TEIL
Instinktivismus, Behaviorismus, Psychoanalyse 29
1. Instinkt-und Trieblehren 29
Ältere Instinkt- und Triebforscher 29
Neuere Instinkt- und Triebforscher: Sigmund Freud und Konrad Lorenz 30
Freuds Aggressionsbegriff 30
Die Aggressionstheorie von Konrad Lorenz 32
Freud und Lorenz: Ähnlichkeiten und Unterschiede 36
«Beweis» durch Analogie 37
Schlußfolgerungen über den Krieg 43
Die Vergötzung der Evolution 49
2. Die Vertreter der Milieutheorie und die Behavioristen 51
Die Milieutheorie der Aufklärung 51
Der Behaviorismus 51
B. F. Skinners Neobehaviorismus 52
Ziel und Werte 53
Die Gründe für Skinners Popularität 59
Behaviorismus und Aggression 61
Über psychologische Experimente 64
Die Frustrations-Aggressions-Theorie 88
3. Triebtheorien und Behaviorismus: Ihre Unterschiede und Ähnlichkeiten 91
Gemeinsamkeiten 91
Neuere Auffassungen 93
Der politische und soziale Hintergrund beider Theorien 95
4. Der psychoanalytische Weg zum Verständnis der Aggression 98
Zusammenfassung 105
 
ZWEITER TEIL
Befunde, die gegen die Thesen der Instinkt- und Triebforscher sprechen 109
5. Neurophysiologie 109
Die Beziehung zwischen Psychologie und Neurophysiologie 109
Das Gehirn als Grundlage für aggressives Verhalten 113
Die Defensivfunktion der Aggression 116
Der «Flucht»-Instinkt 117
Das Verhalten von Raubtieren und die Aggression 118
6. Das Verhalten der Tiere 122
Die Aggression in der Gefangenschaft 123
Menschliche Aggression und Übervölkerung 127
Die Aggression in der freien Natur 130
Territorialismus und Dominanz 133
Die Aggressivität anderer Säugetiere 139
Besitzt der Mensch eine Hemmung zu töten? 141
7. Paläontologie 144
Ist der Mensch eine Art? 144
Ist der Mensch ein Raubtier? 143
8. Anthropologie 149
«Der Mensch als Jäger» - Der anthropologische Adam? 149
Die Aggression und die primitiven Jäger 156
Primitive Jäger - die Wohlstandsgesellschaft? 163
Die Kriegführung der Primitiven 167
Die neolithische Revolution 173
Prähistorische Gesellschaften und die «menschliche Natur» 182
Die städtische Revolution 184
Die Aggressivität in primitiven Kulturen 189
Analyse von dreißig primitiven Stämmen 191
System A : Lebensbejahende Gesellschaften 191
System ¿: Nichtdestruktiv-aggressive Gesellschaften 192
System C: Destruktive Gesellschaften 193
Beispiele für die drei Systeme 193
Hinweise auf Destruktivität und Grausamkeit 202
 
DRITTER TEIL
Die verschiedenen Arten der Aggression und Destruktivität und ihre jeweiligen Voraussetzungen 207
9. Die gutartige Aggression 207
Vorbemerkungen 207
Die Pseudoaggression 210
Die unbeabsichtigte Aggression 210
Die spielerische Aggression 211
Aggression als Selbstbehauptung 212
Die defensive Aggression 219
Der Unterschied zwischen Mensch und Tier 219
Aggression und Freiheit 223
Aggression und Narzißmus 225
Aggression und Widerstand 230
Die konformistische Aggression 232
Die instrumentale Aggression 233
Über die Ursachen des Krieges 236
Die Bedingungen für eine Reduzierung der defensiven Aggressio»
10. Die bösartige Aggression: Prämissen 245
Vorbemerkungen 245
Die Natur des Menschen 246
Die existenziellen Bedürfnisse des Menschen und die verschiedenen in seinem Charakter verwurzelten Leidenschaften 259
Orientierung und Devotion 259
Verwurzelung 261
Einheit 262
Das Bestreben, etwas zu bewirken 264
Erregung und Stimulation 267
Langeweile und chronische Depression 273
Die Charakterstruktur 283
Die Voraussetzungen für die Entwicklung der charakterbedingten Leidenschaften 286
Die neurophysiologischen Voraussetzungen 287
Die sozialen Bedingungen 291
Über die Rationalität und Irrationalität der Instinkte und Leidenschaften 297
Die psychische Funktion der Leidenshaften 300
II. Die bösartige Aggression : Grausamkeit und Destruktivität 302
Scheinbare Destruktivität 302
Spontane Formen 305
Geschichtlicher Überblick 305
Rachsüchtige Destruktivität 306
Ekstatische Destruktivität 310
Die Anbetung der Destruktivität 312
Kern, von Salomon
Ein klinischer Fall des Götzendienstes an der Zerstörung 312
Der destruktive Charakter: Sadismus 316
Beispiele für den sexuellen Sadismus und Masochismus 319
Jossif Stalin, ein klinischer Fall von nichtsexuellem Sadismus 322
Das Wesen des Sadismus 325
Bedingungen, die Sadismus hervorrufen 335
Heinrich Himmler, ein klinischer Fall des anal-hortenden Sadismus
Zusammenfassung 362
12. Die bösartige Aggression: Die Nekrophilie 366
Der traditionelle Begriff 366
Der nekrophile Charakter 371
Nekrophile Träume 373
«Unbeabsichtigte» nekrophile Handlungen 379
Die nekrophile Sprache 383
Nekrophilie und die Vergötterung der Technik 384
Hypothese über den Inzest und den Ödipuskomplex 403
Die Beziehung von Freuds Lebens- und Todestrieb zur Biophilie und Nekrophilie 411
Klinisch methodologische Prinzipien 412
13. Bösartige Aggression: Adolf Hitler, ein klinischer Fall von Nekrophilie 415
Vorbemerkungen 415
Hitlers Eltern und frühe Kindheit 417
Klara Hitler 417
Alois Hitler 419
Hitlers frühe Kindheit bis zum Alter von sechs Jahren (1889-1891) 421
Hitlers Kindheit von sechs bis elf (1891-1900) 425
Voradoleszenz und Adoleszenz: 11 bis 17 Jahre (1900-1906) 427
Wien (1907-1913) 436
München 443
Ein Kommentar zur Methodologie 445
Hitlers Destruktivität 446
Die Verdrängung der Destruktivität 454
Andere Aspekte von Hitlers Persönlichkeit 456
Hitlers Beziehungen zu Frauen 460
Gaben und Talente 464
Die Tarnschicht 474
Willensdefekte und Mangel an Wirklichkeitssinn 479
Epilog: Uber die Zwiespältigkeit der Hoffnung 487
 
Anhang: Freuds Aggressions- und Destruktionstheorie 49¿
Die Entwicklung von Freuds Aggressions- und Destruktionsbegriff 492
Analyse der Wandlungen von Freud: Theorie der Aggression und eine Kritik 498
Macht und Grenzen des Todestriebs 516
Kritik der Substanz der Theorie 523
Das Prinzip der Spannüngsreduktion: die Grundlage des Lustprinzips und des Todestriebs 525
 
Bibliographie 53 3
 
Register 551

Details

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Fromm, Erich
Verfasser*innenangabe: Erich Fromm. [Vom Autor autorisierte Übersetzung aus dem Amerikanischen von Liselotte und Ernst Mickel]
Jahr: 2015
Verlag: Reinbek bei Hamburg, Rowohlt
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Systematik: Suche nach dieser Systematik PI.HPP
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ISBN: 3-499-17052-3
2. ISBN: 978-3-499-17052-2
Beschreibung: 25. Auflage, 569 Seiten
Reihe: Rororo; 17052
Schlagwörter: Aggression, Destruktion, Psychoanalyse, Aggressives Verhalten, Destruktivität, Psychoanalytische Therapie, Zerstörung
Beteiligte Personen: Suche nach dieser Beteiligten Person Mickel, Liselotte
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The anatomy of human destructiveness
Fußnote: Hier auch später erschienene, unveränderte Nachauflagen. - Literaturverzeichnis: Seite 533 - [550]
Mediengruppe: Buch