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Der Mensch und die Technik
Beitrag zu einer Philosophie des Lebens
VerfasserIn: Spengler, Oswald
Verfasserangabe: Oswald Spengler
Jahr: 2006
Verlag: Wien ; Leipzig, Karolinger
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Der Mensch und die Technik. Beitrag zu einer Philosophie des Lebens ist eine philosophische Schrift von Oswald Spengler. Sie erschien 1931 im Verlag C. H. Beck in München. Dem Buch ging ein Vortrag über Kultur und Technik voraus, den Spengler am 6. Mai 1931 im Deutschen Museum München hielt. Spenglers Schrift heute einem breiteren Publikum nahezubringen, dürfte eher schwerfallen. Denn zum einen verspricht Spengler, aus heutiger Sicht zumindest, zu wenig. Kaum jemand dürfte sich zurzeit mit dem Bild des hoffnungslos ausharrenden Soldaten identifizieren. An das Schicksal mögen viele Menschen glauben, nicht jedoch an die Glorie des eigenen Unterganges. Zum anderen teilen wir mehrheitlich nicht mehr Spenglers Auffassung des Lebens als Urkrieg und Kampf um die Macht. Im Zeichen solcher Weltbilder ist im 20. Jahrhundert eben zu viel geschehen. Und doch wäre es verfehlt, Spenglers Schrift gänzlich dem Vergessensein zu überantworten. Sie ist nicht nur ein Symptom der damaligen Krisenzeit, sondern – zumindest in Teilen – auch deren Symptomatik. Mögen die Kontexte heute anders gelagert sein als zu Spenglers Epoche: Der Mensch und die Technik thematisiert eine Reihe von Fragen, die gegenwärtig noch (bzw. verstärkt wieder) die Diskussionen beherrschen. Dazu gehört die schon erwähnte ökologische Krise, auch die Erkenntnis der Ambivalenz des technischen Fortschritts. Diese Gesichtspunkte machen Spenglers Schrift aktuell. --- Oswald Arnold Gottfried Spengler (* 29. Mai 1880 in Blankenburg am Harz; † 8. Mai 1936 in München) war ein deutscher Geschichtsphilosoph, Kulturhistoriker und antidemokratischer politischer Schriftsteller. In seinem Hauptwerk Der Untergang des Abendlandes richtet sich Spengler gegen eine lineare Geschichtsschreibung, welche die Geschichte „der Menschheit“ als Geschichte des Fortschritts erzählt. Stattdessen vertritt er die Zyklentheorie, dass Kulturen immer wieder neu entstehen, eine Blütezeit erleben und nach dieser Vollendung untergehen. Er begreift Kulturen als eindeutig abgrenzbare, quasi-organische Gebilde mit einer Lebensdauer von etwa 1.000 Jahren und mit jeweils ganz charakteristischen, das Denken und Handeln der Individuen prägenden Eigenschaften. Der Titel des Werkes behauptet, dass die „Kultur des Abendlandes“ im Untergang begriffen sei. Spengler wird zur nationalistischen und antidemokratischen „Konservativen Revolution“ gerechnet. Sein Ideal sah er in Benito Mussolini, dem Diktator des faschistischen Italien verwirklicht. Als politischer Schriftsteller brachte Spengler seine antidemokratische Gesinnung in kleineren Schriften zum Ausdruck. Er hoffte, dass der Weimarer Republik ein Ende gesetzt werde durch einen Diktator, der imstande sei, die großen innen- und vor allem außenpolitischen Herausforderungen in einem Zeitalter der „Vernichtungskriege“, das er in seinem Untergang des Abendlandes prophezeit hatte, erfolgreich zu bewältigen. Anfang der zwanziger Jahre versuchte er auch selbst auf die Politik Einfluss zu nehmen. Mit dem Geld schwerindustrieller Freunde und Bekannten, darunter Albert Vögler und Paul Reusch wollte er 1922 ein geheimes Büro zur zentralen Lenkung der Presse aufbauen, in dem neben ihm selbst auch der rechtskatholische Publizist Martin Spahn und der Journalist Paul Nikolaus Cossmann von den Münchner Neuesten Nachrichten tätig werden würden. Die Zeitungen sollten über eine Kontrolle der Anzeigen, die eine für sie wichtige Einnahmequelle darstellten, auf eine nationalistische Linie gebracht werden. Die Presse des Hugenberg-Konzerns und die von Hugo Stinnes kontrollierten Blätter hoffte er durch Vermittlung Georg Escherichs einbinden zu können, des Führers der illegalen Einwohnerwehren. Der Plan scheiterte an der Rivalität Alfred Hugenbergs gegen Spenglers Förderer Reusch und Karl Haniel. In der zweiten Jahreshälfte 1923 beteiligte Spengler sich an Planungen rechtsgerichteter Kreise um den Chef der Heeresleitung der Reichswehr, Hans von Seeckt, die Reichsregierung unter Gustav Stresemann durch ein autoritär regierendes „Direktorium“ zu ersetzen, in dem er selbst Bildungsminister werden sollte. Ein persönliches Treffen mit Seeckt verlief für beide Seiten enttäuschend, denn dieser äußerte anschließend, er wünschte, Spengler „wäre mit dem Abendland untergegangen – ein politischer Narr!“ Der bezeichnete seinerseits Seeckt in der Folge als „Opportunisten“. Nun wünschte sich Spengler Escherich oder den bayrischen Generalstaatskommissar Gustav von Kahr als Diktator. Dazu orchestrierte er eine Pressekampagne gegen Stresemann, die erfolglos blieb – nach Spenglers Ansicht auch, weil man zu seinem Bedauern darauf verzichtet hatte, Informationen über Stresemanns Privatleben auszuschlachten. Nach dem gescheiterten Hitlerputsch zog er sich aus der aktiven politischen Tätigkeit zurück und arbeitete nur noch publizistisch. In den 1920er Jahren stand er dem Nietzsche-Archiv nahe. Obwohl er wesentliche Gedanken wie die Rassenideologie nicht mittrug und sich vom Nationalsozialismus unter Hitler distanzierte, gilt er als einer von dessen Wegbereitern. Als „Meisterdenker der Konservativen Revolution“ trug er wie Ernst Jünger und andere Protagonisten dieser Bewegung wesentlich dazu bei, das verhasste „System“ der Weimarer Republik zu delegitimieren und zu unterminieren. Die Nationalsozialisten selbst sahen ihn als einen ihrer „geistigen Väter“ an.
Details
VerfasserIn: Spengler, Oswald
VerfasserInnenangabe: Oswald Spengler
Jahr: 2006
Verlag: Wien ; Leipzig, Karolinger
Enthaltene Werke: Pessimismus
Systematik: PI.T
ISBN: 3-85418-118-3
Beschreibung: 110 S. : Ill.
Schlagwörter: Technikphilosophie
Sprache: Deutsch
Fußnote: Bibliogr. S. 100 - 110
Mediengruppe: Buch