(I-14/17-C3) (GM ZWs / PL)
Darf Wut sein? Ja, sie soll sogar! In unserer Gesellschaft ist Wut, diese heftige Gefühlsregung, geächtet und negativ bewertet. Sehr zum Schaden für ein gelingendes Zusammenleben. Denn wer dieses Gefühl immer imZaum hält, schafft sich andere Ventile: Zynismus, der beleidigt und entwertet; psychosomatische Erkrankungen; chronisches Gekränktsein; oder der lange zurückgehaltene Wutstau entlädt sich in einem fatalen Affektdelikt. Heidi Kastner weiß als Gerichtspsychiaterin nur zu genau, wohin Wut führen kann, wenn sie nicht ins Alltagsleben integriert ist.
Anhand von Fallbeispielen und Rückgriffen auf Psychologie und Geschichte zeigt sie, wie sich die Spielregeln im Umgang mit Wut im Lauf der Zeit geändert haben und in welch engem Korsett der Gefühlsäußerungen wir heute leben. Das Buch ist ein Plädoyer für die Geradlinigkeit des Ausdrucks und die Anerkennung der eigenen Emotionen - der "guten" wie der "bösen". Denn, so schrieb schon der französische Philosoph Montaigne: "Alle offen zutage tretenden Laster sind weniger schlimm; am gefährlichsten werden sie, wenn sie sich unter dem Mantel seelischer Gesundheit verstecken." Wie wahr!
Inhalt
Wut? 9
Wut als Programm 27
Fallbeispiel: Die vernichtende Wut des Herrn A. 37
Fallbeispiel: Und der Krieg wütet fort 45
Wut im Bauch 53
Fallbeispiel: Die arme Haut 63
Wut - und sonst nichts mehr 71
Fallbeispiel: Der Anständige 77
Fallbeispiel: Der Hochanständige 91
Junge Wut 97
Fallbeispiel: Die Opfer-Täter-Umkehr 101
Wut und der Gerechte 109
Fallbeispiel: Was kränkt, macht krank 113
Nachwort 123
Literatur 127
Verfasser*innenangabe:
Heidi Kastner
Jahr:
2014
Verlag:
Wien, Kremayr & Scheriau
Aufsätze:
Zu diesem Aufsatz wechseln
opens in new tab
Diesen Link in neuem Tab öffnen
Mehr...
Suche nach diesem Interessenskreis
ISBN:
978-3-218-00929-4
2. ISBN:
3-218-00929-4
Beschreibung:
1. Aufl., 127 S.
Suche nach dieser Beteiligten Person
Sprache:
Deutsch
Fußnote:
Literaturverz. S. 127 - [128]
Mediengruppe:
Buch