Eine groß angelegte neue Kulturtheorie – Die Pfropfung ist eine seit der Antike gängige Technik des Land- und Gartenbaus: Verschiedenartige Pflanzen werden miteinander verbunden, um Qualität und Ertrag zu steigern. Zugleich bündeln sich im Konzept der Pfropfung zentrale Fragen der Kulturtheorie wie das Verhältnis von Natur und Kultur, Mensch und Umwelt, Mensch und Maschine. Darüber hinaus hat die Pfropfung aber auch in vielen anderen Disziplinen als Metapher Karriere gemacht.
Der Kulturwissenschaftler Uwe Wirth führt die aktuellen kultur- und medienwissenschaftlichen Diskussionen zusammen und zeigt, dass das Prinzip Pfropfung in Theorie und Praxis allgegenwärtig ist.
Inhalt
Prolog. Vorüberlegungen zu einer Allgemeinen Greffologie.........
Teil A: Pfropfung als theoretische Konzeptmetapher.......................
1. Zwischen Hybridität und Pfropfung.................................................
2. Das Konzept Pfropfung.....................................................................
3. Die Pfropfung als konzeptuelle Projektion..........................
Teil B: Pfropfung als historische Konzeptmetapher
Interferenzen zwischen epistemischen und poetischen Kontexten . 141
1. Antike Konzepte der Pfropfung und ihre Renaissancen................... 142
2. Bio-logische Konzepte der Pfropfung um 1800 ................................ 186
3. Konzeptuelle Pfropfungen: poetische und epistemische
Konfigurationen.................................................................................... 212
4. Chimärische Konfigurationen als epistemische Dinge..................... 267
Teil C: Pfropfung als Prinzip
Ansätze einer Allgemeinen Greffologie............................................. 303
1. Pfropfung als Prinzip der Bildung und des Wachstums von
Begriffen............. . ................................................................................ 304
2. Pfropfung als Prinzip der Inskription............................................... 365
3. Ansätze zu einer Materialen Pfropfung............................................. 409
Teil D: Ausblicke auf eine Allgemeine Greffologie.......................... 453
1. Schrift und Gedächtnis..................................................................... 454
2. Schrift als Programm......................................................................... 481
3. Schlussfolgerungen: Das Prinzip Pfropfung
als erweiterte Schrift der Natur............................................................ 507
Epilog. Greffologische Rückblicke und Ausblicke............................ 522
Teil E: Apparat.....................................................................................
Anmerkungen.......................................................................................
Abbildungsverzeichnis..........................................................................
Literaturverzeichnis..............................................................................
Personenregister....................................................................................
Ausführliches Inhaltsverzeichnis.......................................................... 739