(I-26/11-C3) (G ZWs / PL)
Was bedeutete es in der heutigen Gesellschaft, die Opferrolle zu erleben und Verwundbarkeit zu zeigen? Schwäche zu zeigen galt lange als Tabu. Heute kann, wer sich als Opfer sieht, mit Aufmerksamkeit und Empathie rechnen. Sieger und Helden taugen nicht mehr selbstverständlich als Vorbilder. Die Philosophin Maria-Sibylla Lotter erklärt diesen Wandel mit der weiten Verbreitung psychotherapeutischen Denkens und den vielfältigen Formen der Erinnerung an die Opfer politischer Gewalt. Damit wird die Gesellschaft menschlicher, geht aber das Risiko ein, dass Menschen in der Opferrolle Handlungsfähigkeit und Autonomie einbüßen. Reden wir allzu schnell von Opfern? Müssen wir uns darin üben, Konflikte und Verletzungen als unvermeidliche Erfahrungen zu akzeptieren? Maria-Sibylla Lotter wirft einen kühlen Blick auf eine aufgeregte Debatte.
Inhalt
1 Die neue Therapiemoral ........................................... 7
2 Die begriffliche Ausweitung
der psychischen Verwundbarkeit.............................. 27
3 Die Erweiterung und Verschiebung der Moral:
Von der Täterzentrierung zur Opferausrichtung......... 63
4 Die Laientheorie des Traumas................................... 105
5 Die Resakralisierung des Opfers.............................. 135
6 Verletzungen durch Sprache.
Entstehung und Folgen eines
kritischen akademischen Diskurses ...........................177
7 Die Tyrannei der Werte............................................... 217
8 Schluss....................................................................... 255
Anmerkungen................................................................... 271
Verfasser*innenangabe:
Maria-Sibylla Lotter
Jahr:
2026
Verlag:
München, Hanser
Aufsätze:
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ISBN:
978-3-446-28227-8
2. ISBN:
3-446-28227-0
Beschreibung:
1. Auflage, 287 Seiten
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Sprache:
Deutsch
Fußnote:
Literaturangaben
Mediengruppe:
Buch